Shootingstar Johan Manzambi steht beim SC Freiburg vor dem Absprung – aber offenbar hat sich das Ziel geändert.
Wie The Athletic und Transfer-Journalist Fabrizio Romano am Sonntag berichteten, soll Aston Villa einen möglichen Deal der Freiburger mit Newcastle United gekapert haben. Später schrieb Sky von einer vollständigen Einigung zwischen Villa und Freiburg.
Manzambi-Poker: Villa sticht offenbar Newcastle aus
Der Deal soll den Breisgauern demnach eine klubinterne Rekordsumme von fast 70 Millionen Euro einbringen, inklusive erfolgsabhängiger Bonuszahlungen. Bisher liegen Kevin Schade (FC Brentford) und Merlin Röhl (FC Everton) mit je 25 Millionen auf Platz 1.
Zuletzt war bei Manzambi noch von einer Einigung zwischen den Magpies und dem Sport-Club auf einen 60-Millionen-Euro-Transfer die Rede. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)
Doch aufgrund der schweren Verletzung von Amadou Onana, der sich beim Einsatz für die belgische Nationalmannschaft bei der WM einen Kreuzbandriss zuzog, herrscht bei Villa nun akuter Bedarf im Mittelfeld.
Für Manzambi könnte es damit zu einem schnellen Wiedersehen kommen, schließlich stand er in seinem wohl letzten Pflichtspiel für den Sport-Club im Europa-League-Finale Ende Mai seinem womöglich neuen Arbeitgeber aus Birmingham gegenüber.
Freiburg-Boss kündigt zeitnahe Entscheidung an
Am Rande des Trainingsauftakts am Sonntagvormittag hatte Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier noch eine baldige Entscheidung bezüglich der Zukunft des 20-Jährigen angekündigt – ohne dabei konkrete Klubs zu nennen.
„Gespräche laufen. Der Transfer wird wahrscheinlich nächste Woche über die Bühne gehen“, wurde Saier vom SWR zitiert. „Wir sprechen. Dinge bahnen sich an“, sagte Saier noch. „Dass die Zeichen eher auf Abschied stehen, ist auch klar.“
Es sei kein Geheimnis, „dass er eine besondere Saison gespielt hat und in seinem ersten Jahr für uns auch wirklich ein Unterschiedsspieler war. Jetzt hat er sich über die Auftritte bei der WM mit der Schweiz noch mal auf anderem Niveau als Unterschiedsspieler gezeigt“, ergänzte Saier.
Freiburg räumt „Offenheit für Veränderung“ ein
„Dass da natürlich reges Interesse um seine Person ist und dass wir auch eine gewisse Offenheit für Veränderung gezeigt haben, ist auch kein Geheimnis.“
Manzambi spielte sich bei der WM mit drei Toren und zwei Assists verstärkt in den Fokus. Aufgrund einer Knieprellung verpasste er allerdings sowohl das Achtelfinale gegen Kolumbien (4:3 n.E.) als auch das Aus im Viertelfinale gegen Argentinien (1:3 n.V.).
Erst vor rund einem Jahr haben die Freiburger den Vertrag Manzambis, der im Januar 2023 von Servette Genf gekommen war, langfristig verlängert.
In der abgelaufenen Saison hatte er mit seinen Leistungen großen Anteil am Einzug der Breisgauer ins Europa-League-Finale. In 47 Pflichtspielen gelangen Manzambi, der beim SC in einer etwas defensiveren Rolle als in der Nationalmannschaft agierte, sieben Tore und neun Vorlagen.
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