Kieran Trippier hat sich erstmals zu seinem geplatzten Wechsel von Newcastle United zum FC Bayern geäußert.

„Es ist vorbei“, sagte der Rechtsverteidiger beim BBC Radio Newcastle. „In meinem Alter kann ich es (das Interesse der Bayern, Anm. d. Red.) nur als Kompliment auffassen. Ich bin aber jetzt hier und will alles für Newcastle geben.“

Er sei „ein Profi“, fügte Trippier an, „ich bin erfahren und versuche, alle Geräusche auszublenden. Ich bin jetzt alt genug und habe schon einiges erlebt.“

Trippier plötzlich mit Newcastle-Liebeserklärung

Seinen Verbleib beim Tabellen-Zehnten der Premier League, wo er noch einen Vertrag bis 2025 besitzt, färbte der 33-Jährige fast schon aufreizend rosa-rot: „Es gibt keinen Ort, an dem ich lieber sein möchte. In letzter Zeit wurde viel über mich spekuliert, aber ich habe mich dem Klub, wie immer, verpflichtet. Zu 100 Prozent, so wie ich es seit meiner ersten Unterschrift getan habe.“

Er sei dem „Verein verpflichtet. Sie haben viel für mich getan und ich möchte etwas zurückgeben.“

Während der Verhandlungen zwischen den Bayern und Newcastle über einen möglichen Wintertransfer sei er daher auch „ruhig“ geblieben.

Bayern hakt Trippier-Transfer schnell ab: „Hat sich erledigt“

Offenbar war der deutsche Rekordmeister bereit, 15 Millionen Euro für den Abwehrspieler zu zahlen, die Magpies lehnten jedoch ab.

Bayerns Sportdirektor Christoph Freund hatte daher bereits vor dem Bundesliga-Nachholspiel gegen Union Berlin (1:0) erklärt: „Das hat sich erledigt. Wir machen auch nur etwas, wovon wir hundertprozentig überzeugt sind, das haben wir immer gesagt. Das muss bei allen Parametern beim Spieler, für uns und dem abgebenden Verein passen und das war nicht der Fall. Bei Trippier ist das erledigt.“

Auch Newcastles Trainer Eddie Howe bezog am Wochenende Stellung zum gescheiterten Wechsel seines Vizekapitäns – und machte eine brisante Andeutung.

„Es wäre eine schlechte Entscheidung gewesen, das Angebot der Bayern anzunehmen“, zitierte SkySports den 46-jährigen Engländer. 15 Millionen Euro Ablöse seien „kein guter Wert für Kieran gewesen“.

FC Bayern: Anstatt Trippier und Mukiele kommt Boey

Weil sich die Bayern analog zu Trippier auch am ebenfalls auf dem Radar stehenden Nordi Mukiele von Paris Saint-Germain die Zähne ausbissen, musste am Ende eine dritte Lösung gefunden werden.

So wechselt schließlich Sacha Boey von Galatasaray Istanbul in die bayerische Landeshauptstadt.

Medienberichten zufolge zahlen die Münchner für den 23 Jahre alten französischen Winter-Transfer, der einen Vertrag bis 2028 unterschrieb, eine Ablösesumme von 30 Millionen Euro plus Boni. Beim FC Bayern wird Boey die Nummer 23 tragen.