Flavio Cobolli hat da so ein kleines Problem. „Wir müssen ein Haus finden“, sagte der Italiener lachend nach seinem Einzug ins Viertelfinale von Wimbledon, „wir haben nämlich keins.“ Und so warf er noch auf Court 1 im Namen seines gesamten Teams eine Frage in den Raum: „Vielleicht hat hier jemand eins in Wimbledon?“

Durch das 7:5, 7:6 (7:4), 6:3 gegen den australischen Weltranglistensechsten Alex de Minaur steht Cobolli, der Anfang Juni das Finale der French Open gegen Alexander Zverev verloren hatte, wie schon 2025 in der Runde der letzten acht. Bei der Planung der Unterkunft hatte er aber offenbar selbst nicht mit einem solchen Erfolg gerechnet. Ungeachtet dessen war die Freude des 24-Jährigen nach dem entscheidenden Matchball aber riesig, noch auf dem Platz zeigte er den ikonischen Torjubel von Portugals Fußballstar Cristiano Ronaldo.

„Ich bin so glücklich und stolz auf mich“, sagte Cobolli, bevor er sich auf die Haussuche im Stadtteil „SW19“ begab. Im Viertelfinale wartet nun ein Duell mit dem britischen Lokalmatadoren Arthur Fery oder Grigor Dimitrow aus Bulgarien. Beide Spieler hatten für den Rasenklassiker eine Wildcard erhalten.