Bei den French Open ist Alexander Zverev der große Favorit auf den Titel. Vor dem Halbfinale gegen Jakub Mensik sieht Boris Becker die größte Gefahr jedoch im Kopf des Hamburgers selbst.
„Jetzt hat er zwei Tage frei und egal, wer du bist, das Kopfkino geht los. Du fängst an nachzudenken, es könnte jetzt mein Turnier werden, mein erster Grand Slam“, erklärte die einstige Nummer eins der Welt im gemeinsamen Podcast „Becker Petkovic“ mit Andrea Petkovic.
Vorteile und Nachteile für Zverev
Nach dem großen Favoritensterben sehen Petkovic und Becker wenig überraschend in der deutschen Nummer eins den besten Spieler im verbleibenden Feld: „Ich wüsste jetzt keinen Spieler in der unteren Hälfte, vor dem er Angst haben sollte, oder wo er an einem guten Tag nicht gewinnen könnte“, führte Becker weiter aus.
Seine bisherigen Matches gewann Zverev allesamt relativ deutlich, nur einen Satz gab der 29-Jährige bislang ab. Diesen fehlenden Druck im laufenden Turnier machte Petkovic als möglichen Nachteil für Zverev aus: „Das erste Mal, wo du merkst, fuck, hier hält einer richtig dagegen, dann bist du so bisschen hektisch, weil du das nicht geübt hast.“
Ganz anders sah das bei seinem Gegner aus. Der Tscheche musste in teils spektakulären Matches deutlich weitere Wege gehen. Zweimal ging es dabei über die vollen fünf Sätze. Zverev sollte die körperliche Frische als Vorteil dienen, so das Duo.
Vorgezogenes Finale gegen Mensik?
Der Tscheche, die Nummer 27 der Welt, dürfte in Paris für Zverev zur größten Prüfung werden. Becker sieht in der Halbfinal-Partie gar das vorgezogene Finale. „Ich glaube, beide, wenn sie im Finale sind, werden gegen (Flavio) Cobolli oder (Matteo) Arnaldi gewinnen.“
Wer von beiden den nächsten Schritt in Richtung des ersten Grand Slam-Titels macht, entscheidet sich am Freitag ab 14:30 Uhr deutscher Zeit. Was jetzt schon sicher ist: Mit Matteo Arnaldi oder Flavio Cobolli würde im Finale ein italienischer Gegner warten.