Qualifikant Pierre-Hugues Herbert hat während seines Erstrunden-Matches bei den French Open am Sonntag den deutschen Schiedsrichter Timo Janzen aufgrund einer knappen Entscheidung gegen ihn attackiert.
Nach über dreieinhalb Stunden Spielzeit unterbrach Herbert nach einem kurzen Ballwechsel sein Spiel. Der Franzose war sich sicher, dass der Ball im Aus war. Er zeigte auf den vermeintlichen Abdruck und konnte die Entscheidung von Janzen zu Gunsten seines Gegners Lorenzo Sonego nicht verstehen.
French Open: „Das ist sehr schlecht von dir“
„Schau mir in die Augen! Du wirst es sehen und du wirst sehen, dass er aus war. Wenn du dich danach nicht entschuldigst, werde ich nie wieder mit dir reden“, sagte Herbert zunächst auf Englisch zum Schiedsrichter.
Anschließend wiederholte er das Ganze noch einmal auf Deutsch und fügte hinzu: „Das ist sehr schlecht von dir, sehr schlecht.“ Aber Janzen blieb bei seiner Entscheidung, ehe der 35-Jährige kurz darauf erneut das Gespräch mit ihm suchte. Zu diesem Zeitpunkt lag der Franzose im fünften Satz 0:2 hinten und sah sich zudem mit einem weiteren Break konfrontiert.
„Unglaublich, was du gemacht hast. Dass du den Punkt gibst, ist ein Witz von dir“, schimpfte Herbert. Selbst die Zeitlupe konnte nicht eindeutig klären, ob der Ball im Aus war.
Er hatte sich durch drei Qualifikationsrunden gekämpft und kam gegen Sonego noch auf 4:5 im letzten Satz heran, kassierte anschließend ein weiteres Break und unterlag dem Italiener 6:7, 7:5, 2:6, 6:1 und 4:6.