Im Moment des Sieges erinnerte er an seinen Vater. Cruz Hewitt, der Sohn der australischen Tennislegende Lleyton Hewitt, hat erstmals ein Match auf der ATP-Tour gewonnen.
Der 17 Jahre alte Cruz, aktuell noch die Nummer 612 der Weltrangliste, setzte sich mit 6:3, 6:4 gegen den US-Amerikaner Marcos Giron (Nummer 85) durch.
Nach dem verwandelten Matchball zeigte Hewitt mit vier Fingern auf seine Stirn und ahmte damit die legendäre „Vicht“-Jubelgeste seines Vaters nach, die den zweimaligen Grand-Slam-Sieger im Laufe seiner Karriere berühmt gemacht hatte.
Hewitt: „Er hat der Geste nie einen Namen gegeben“
Mehr als zwei Jahrzehnte später lässt sein Sohn die ikonische Geste wieder aufleben.
„Ich glaube, das heißt ‚Vicht‘. Ich muss ehrlich gesagt selbst noch einmal nachfragen“, sagte Cruz im Anschluss bei Tennis Channel: „Er hat der Geste nie einen Namen gegeben, er hat sie einfach immer gemacht. Als ich klein war, habe ich sie ständig gesehen, aber nie gefragt, warum.“
Die Freude stand dem Youngster dabei ins Gesicht geschrieben: „Es ist cool, das machen zu können, weil mein Vater einen riesigen Anteil daran hat, wo ich heute stehe. Ich bin dankbar, ihn an meiner Seite zu haben.“
Hewitt verpasst Wimbledon-Titel knapp
Durch seinen Sieg wurde Hewitt zum jüngsten Spieler, der ein Match beim ATP-Turnier in Washington gewonnen hat, seit dem Japaner Kei Nishikori im Jahr 2007.
Bereits beim Junioren-Turnier in Wimbledon hatte Hewitt sein Können aufblitzen lassen. Er schaffte es bis ins Finale. Dort scheiterte er am US-Amerikaner Jordan Lee (6:4, 4:6, 5:7).
Sollte die Entwicklung des jungen Australiers weiter derart rapide voranschreiten, wird er wohl bald auch in der Erwachsenenkonkurrenz bei den Majors vertreten sein. Getreu dem Motto: Wie der Vater, so der Sohn.