Novak Djokovic hat bei seiner Rückkehr auf die ATP-Tour in Paris zum Rundumschlag gegen die Medien ausgeholt.
Der 34-Jährige verriet beim Masters in der französischen Hauptstadt im Gespräch mit Medienvertretern, dass er der Berichterstattung weitgehend aus dem Weg geht. (ATP Finals 2021 ab 14. November täglich im LIVETICKER)
„Ich lese keine Zeitungen mehr, weder online noch in der gedruckten Ausgabe. Außerdem schaue ich seit mehreren Jahren keine Nachrichten mehr im Fernsehen. Es wird Propaganda verbreitet, die den Eliten oder einer bestimmten Gruppe von Menschen passt“, behauptete Djokovic.
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Damit reagierte der 20-malige Major-Sieger auf die immer lauter werdende Kritik, die in der Presse an seiner Person aufkommt.
Verbreitet Djokovic Verschwörungstheorien?
Djokovics Aussage ist deshalb brisant, da sie – nicht zum ersten Mal – mit Verschwörungstheorien in Verbindung gebracht werden können. Die vom Serben angesprochenen „Eliten“ sind im Sprachgebrauch der QAnon-Anhänger zu verorten.
Die Gruppierung vertritt die Haltung, dass eine geheime Elite die USA unter Kontrolle gebracht haben soll. Die US-Bundespolizei stuft die QAnon-Bewegung seit 2019 als nationale Terrorismusgefahr ein. Vermeintlichen Protagonisten der Szene werden unter anderem satanistische und sadistische Handlungen nachgesagt. (NEWS: Alles Wichtige zum Tennis)
Djokovic hat in der jüngeren Vergangenheit immer wieder mit zweifelhaften Aussagen von sich reden gemacht. So behauptete der Familienvater einst, dass Wasser auf menschliche Emotionen reagiere und vergiftetes Wasser in brauchbares verwandelt werden könne. Auch medizinische Eingriffe wie Operationen lehnte er lange ab. „Der Körper heilt sich selbst“, sagte Djokovic.
Darüber hinaus macht er aus seinem Impfstatus weiterhin ein Geheimnis, weshalb ihm die Teilnahme an den Australian Open Anfang kommenden Jahres untersagt werden könnte.
Nun jagt der Weltranglistenerste zunächst einmal seinen nächsten ATP-Titel. Da sein Achtelfinal-Gegner Gael Monfils nicht antreten konnte, traf Djokovic im Viertelfinale des Masters-1000-Turniers von Paris-Bercy auf den US-Amerikaner Taylor Fritz, den er klar in zwei Sätzen (6:4, 6:3) besiegte.