Alexander Zverevs Wimbledon-Bilanz war bisher nicht besonders ruhmreich, als bestes Ergebnis steht das Achtelfinale zu Buche. Mit seinem French-Open-Erfolg im Rücken könnte sich das ändern. Experte Boris Becker sieht aber noch einen anderen wichtigen Faktor beim Deutschen.

„Man sieht, dass er aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Er hat einen viel besseren Turnierplan.“ Früher habe Zverev es im Vorfeld großer Turniere versäumt, sich auch mal Auszeiten zu gönnen, führte der 58-Jährige im Podcast „Becker Petkovic“ aus.

Alexander Zverev kämpft in Wimbledon um seinen zweiten Grand-Slam-Titel
Alexander Zverev kämpft in Wimbledon um seinen zweiten Grand-Slam-TitelAlexander Zverev kämpft in Wimbledon um seinen zweiten Grand-Slam-Titel© IMAGO/pepphoto

Zverev „hat jedes Dorfturnier mitgenommen“

Der gleichen Meinung war auch seine Podcast-Partnerin Andrea Petković: „Der hatte einen Turnierkalender von einer 60 der Welt und war aber die Nummer drei. Er hat einfach jedes Dorfturnier mitgenommen. Und da bin ich so froh, dass er sich jetzt auf die wichtigen Events konzentriert.“

In der ersten Runde von Wimbledon bekam Zverev den Belgier Alexander Blockx (Rang 37) zugelost. Im Viertelfinale könnte dann der US-Amerikaner Taylor Fritz warten. Gegen den Siebten der ATP-Rangliste verlor Zverev alle seine letzten sieben Spiele. Die jüngste Niederlage setzte es im Halbfinale von Halle, als er dem 28-Jährigen in drei Sätzen unterlag.

Becker sieht den Amerikaner dadurch durchaus als Angstgegner: „Man spricht ja ungern von Angstgegner, aber ich glaube, Fritz ist einer für unseren Mann.“