Die vierfache Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl hat ihre Teilnahme an der Dressur-WM in Aachen abgesagt. Wie die 40-Jährige am Sonntag in den Sozialen Netzwerken bekannt gab, verzichtet sie mit ihrem Pferd Times Kismet („Kiss“) freiwillig auf die Sichtung in Hagen für das Reitsporthighlight des Jahres (ab 11. August).
„Die Entscheidung, nicht nach Hagen zu fahren, ist mir deshalb alles andere als leicht gefallen“, schrieb von Bredow-Werndl auf Instagram: „Gemeinsam mit den Besitzern von Kiss haben wir uns bewusst dafür entschieden, ihr die Zeit zu geben, die sie braucht.“
Für die elfjährige Stute Kiss sei es die „erste Grand-Prix-Saison“, sodass Deutschlands Topreiterin „das außergewöhnliche Talent“ im Sommer zunächst in Ruhe „mit Geduld und Weitblick“ und „ohne zusätzlichen Druck“ aufbauen wolle.
Top-Reiterinnen sagen WM-Sichtung ab
„Verantwortung bedeutet manchmal auch, auf eine Chance zu verzichten, wenn man überzeugt ist, dass es langfristig der richtige Weg ist“, betonte von Bredow-Werndl. Erst Anfang des Jahres war ihr Spitzenpferd Diallo überraschend verstorben. 2021 in Tokio und 2024 in Paris hatte „JBW“ mit Dalera jeweils Gold mit der Mannschaft und im Einzel gewonnen. Anfang 2025 ging die Trakehner-Stute in den wohlverdienten Ruhestand.
Neben von Bredow-Werndl, die 2018 Dressur-Weltmeisterin mit der Mannschaft wurde, hatten zuvor bereits Ingrid Klimke und Charlott-Maria Schürmann für die zweite WM-Sichtung abgesagt. Bei dem Turnier in Hagen bei Osnabrück können sich neben den vier Mitgliedern der Nationalmannschaft in den Einzel-Prüfungen weitere Paare für die WM empfehlen.