Paul Seixas hat nach seiner ersten Tour de France eine mentale Vollbremsung gebraucht. Der Franzose, im Juli auf Anhieb Vierter der Gesamtwertung, räumte drei Wochen nach dem Finale ein, er sei in den Tagen danach „völlig erschöpft“ gewesen – „vor allem mental“. Das sagte Seixas im Interview mit Wielerflits.

Seitdem war der Jungstar nur selten bei Rennen zu sehen – bewusst. „Aber ich fühle mich schon wieder gut und habe sogar das Gefühl, ein bisschen an Leistung gewonnen zu haben“, erklärte er. Den Schlüssel sieht Seixas im Abschalten abseits des Pelotons: „Ich habe mir Zeit genommen, um mich auf meine Familie und meine Freunde zu konzentrieren, was für mich sehr wichtig ist.“

Paul Seixas war nach der Tour de France völlig erschöpft
Paul Seixas war nach der Tour de France völlig erschöpftPaul Seixas war nach der Tour de France völlig erschöpft© IMAGO/MAXPPP

Am Sonntag meldete er sich mit einem Sieg beim Kriterium in Etten-Leur zurück. Seixas genoss nach eigenen Worten die lockere Atmosphäre des Showrennens – und bekam vom Publikum besonders viel Zuspruch, ein weiteres Zeichen seiner wachsenden internationalen Bekanntheit.

Seixas mit Ambitionen zur WM

Sportlich richtet sich sein Blick nun auf die Weltmeisterschaften in Montréal (20. bis 27. September). „Jetzt fange ich an, an die Weltmeisterschaften zu denken, wo ich insgeheim hoffe, bereits Fortschritte im Vergleich zur Tour de France zu sehen.“

Auch zu Spekulationen über ein mögliches Abwerben durch Topteams – genannt wurde dabei auch UAE Emirates-XRG – bezog er Position. „Nächstes Jahr werde ich ganz einfach für Decathlon-CMA CGM fahren. Für mich ist das sicher, denn ich habe noch einen Vertrag bis Ende 2027“, stellte er klar. Ähnlich hatte er sich bereits Ende Juli gegenüber L’Équipe geäußert.


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