Die ersehnte Verstärkung für den lahmenden Werder-Angriff fuhr am Montag schon mal in einem dicken Geländewagen vor. Während viele Fans auf die Rückkehr von Niclas Füllkrug hoffen, war es allerdings erst einmal „nur“ Eren Dinkci, der am Osterdeich Station machte.
Medizincheck für den gebürtigen Bremer, dessen Verpflichtung per Leihe dann auch alsbald verkündet wurde. Bei der Rückholaktion von Füllkrug schafften die Bosse wenig später ebenfalls den Durchbruch. Schon am Dienstag wird er laut Sky in Bremen den Medizincheck absolvieren.
„Spektakuläre Wende bei Füllkrug“, titelte die Bild. Am Abend war es dann sogar der „Transfer-Hammer“schon zuvor und berichtete vom Interesse der Grün-Weißen an einem Deal mit dem Bremer Fan-Liebling, der bei West Ham United trotz eines Vertrags bis 2028 auf dem Abstellgleis steht. Füllkrug, der in Bremen seinerzeit zum Nationalspieler aufstieg, soll laut Bericht nun per Leihe ohne Kaufoption kommen und auf viel Gehalt verzichten.
Kommt Füllkrug zurück zu Werder?
Überraschend kommen die Nachrichten um den in Bremen als „Fülle“ oder „Lücke“ bekannten Profi nicht. Schon unmittelbar nach der zurückliegenden Seuchen-Saison kursierte das Thema bei den Norddeutschen – mal wieder. Der kicker schrieb ungeachtet der Dinkci-Rückkehr vom SC Freiburg von einer „positiven Tendenz“ in der Füllkrug-Frage. „Rückkehr zu Werder nimmt Fahrt auf“, hieß es.
„Es ist kein Geheimnis, dass wir noch einen weiteren Stürmer verpflichten wollen, wo wir vielleicht dann auch nachgewiesene Qualität dazubekommen“, sagte Werders Trainer Daniel Thioune nach der verpatzten Pflichtspiel-Generalprobe gegen den französischen Erstligisten AJ Auxerre (0:1). Seinem Team „fehlt im letzten Drittel dann einfach noch mal diese Abschlussqualität“.
Füllkrug – allein der Name lässt die Herzen der Werder-Fans höher schlagen. Erinnerungen werden wach an glorreiche Tage. 19 Mal traf der Angreifer in der Zweitliga-Saison 2021/22 und trug seinerzeit maßgeblich zur Bundesliga-Rückkehr bei.
Im Oberhaus avancierte Füllkrug mit 16 Treffern dann gar zum Torschützenkönig, wurde Nationalspieler und bildete mit Marvin Ducksch ein gefürchtetes Duo. Die beiden Lieblinge nannten sich die „hässlichen Vögel“ und stellten die Gegner vor große Aufgaben.
Füllkrug lässt Fan-Herzen höher schlagen
Füllkrug wechselte im Sommer 2023 zu Borussia Dortmund, von wo aus es ihn ein Jahr danach für 27 Millionen Euro nach England verschlug. Ganz weg war er aber nie. Schon im Winter wollte Werder seinen verlorenen Sohn zurückholen. Das verkündete Boss Klaus Filbry ganz offen. Stattdessen ging es aber recht erfolglos zur AC Mailand. Nun bietet sich die nächste Chance.
Nun, mit 33 Jahren, könnte Füllkrugs Weg zum dritten Mal nach Bremen führen. Dort, wo seine Profi-Karriere vor 14 Jahren begann, wo ihm zwischen 2019 und 2023 der große Durchbruch gelang, könnte sich in den kommenden Tagen womöglich ein Kreis schließen.
——————
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)