Der Franzose Paul Magnier hat seinen Etappen-Hattrick beim Giro d’Italia perfekt gemacht und das violette Trikot zurückerobert.
Der 22-Jährige vom Team Soudal Quick-Step setzte sich im Massensprint des 18. Teilstücks in Pieve di Soligo vor den Italienern Edoardo Zambanini (Bahrain-Victorious) und Jonathan Milan (Lidl-Trek) durch. Durch seinen dritten Tagessieg zog Magnier in der Sprint-Wertung wieder am Ecuadorianer Jhonatan Narváez vorbei.
Nach 171 hügeligen Kilometern gab es in der Gesamtführung keine Veränderungen. Top-Favorit Jonas Vingegaard fährt bei seinem Giro-Debüt weiter dem Sieg entgegen, der Däne von Visma-Lease a bike geht mit einem Vorsprung von 4:03 Minuten auf den Österreicher Felix Gall (Decathlon-CMA CGM) in die letzten beiden Bergetappen. Beide kamen zeitgleich mit Sieger Magnier mit dem Hauptfeld ins Ziel.
Giro: Magnier lässt Kontrahenten keine Chance
Magnier liegt vor den letzten drei Etappen 37 Punkte vor Narvaéz (UAE Emirates-XRG), der etwas überraschend um den Sieg des Maglia Ciclamino mitmischt. Auch Narváez hat in Italien bereits drei Tagessiege eingefahren.
Lange hatte eine vierköpfige Fluchtgruppe das Rennen bestimmt. Das Quartett wurde aber knapp 22 Kilometer vor dem Ziel gestellt, ehe sich eine kleine Gruppe angeführt von Vingegaard am giftigen letzten Anstieg, der Mauer von Ca‘ del Poggio, absetzen konnte.
Die Top-Sprinter um Magnier und Milan kämpften sich aber wieder zurück. Im Massensprint ließ Magnier seinen Kontrahenten dann keine Chance. Narváez kam zeitgleich als 18. ins Ziel.
Am Freitag steht die erste von zwei verbliebenen Bergetappen auf dem Plan. Die 19. Etappe führt über 151 km von Feltre nach Alleghe. Über sechs gewertete Anstiege sind knapp 5000 Höhenmeter zu bewältigen. Der höchste Punkt liegt auf dem Dolomiten-Pass Passo di Giau auf 2226 Metern. Der 109. Giro endet am Sonntag mit einem flachen Teilstück in Rom.