Die Rad-Saison nimmt nun richtig Fahrt auf – und die erste der drei großen Rundfahrten steht in den Startlöchern! Der Giro d’Italia wird heute eröffnet (1. Etappe ab 13.30 Uhr im LIVETICKER) und läutet so die heiße Phase der Saison für die großen Fahrer ein.
Mit Jonas Vingegaard will einer der beiden Dominatoren der Szene seinen ersten Coup des Jahres einfahren und wenige Wochen später bei der Tour de France das Double, laut eigener Aussage, klarmachen.
Radsport heute LIVE: So verfolgen Sie den Giro-Auftakt
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Nach drei Wochen knallharter Etappen will der Däne am 31. Mai in Rom das rosa Trikot als Gesamtsieger des Giro ergattern. Bis dahin muss Vingegaard aber ebenso wie alle Starter die 3.459 Kilometer und 49.150 Höhenmeter in den 21 Teilstücken überstehen. Drei Ruhetage müssen den Athleten zum Bündeln der Kräfte reichen (11. Mai, 18. Mai, 25. Mai).
Dabei wird es in diesem Jahr besonders wichtig, am Ende noch die nötige Power in die Pedale zu bringen. Denn: Die Entscheidung ist erst in der letzten Woche auf den schweren Etappen in den Dolomiten zu erwarten. Die Königsetappe wird am drittletzten Tag von Feltre nach Alleghe auf den 2.233 Meter hohen Passo Giau absolviert.
Besonderer Giro-Start in diesem Jahr
Besonders wird in diesem Jahr der Start. Immerhin geht es zunächst drei Tage durch Bulgarien. Los geht es an der Schwarzmeerküste mit der Etappe von Nessebar nach Burgas. Am dritten Tag wird auch die Hauptstadt Sofia durchfahren.
Insgesamt sind 23 Teams dabei – die 18 Mannschaften aus der WorldTour, dazu zwei der drei vorqualifizierten ProTeams sowie drei ProTeams mit Wildcards.
Auch acht deutsche Fahrer sind bei der Rundfahrt dabei. Pascal Ackermann, Nico Denz, Florian Stork, Tim Torn Teutenberg, Max Walscheid, Jonas Rutsch, Ben Zwiehoff und Felix Engelhardt sollten aber mit der Gesamtwertung nichts zu tun haben. Am ehesten könnte Ackermann als Sprinter noch für Furore sorgen.
Pogacar, Lipowitz, Evenepoel fehlen
Zu Vingegaards Kontrahenten zählen für viele Experten die Ex-Giro-Sieger Egan Bernal (2021) und Jai Hindley (2022). Auch Giulio Pellizzari (im Vorjahr 6.) und Felix Gall (5. der Tour de France 2025) werden Chancen ausgerechnet.
Nicht dabei sind gleich mehrere Topstars: Tadej Pogacar hat sich auf die Tagesklassiker konzentriert, Remco Evenepoel und Florian Lipowitz haben ebenso andere Pläne – deshalb setzt das deutsche Bora-Team auf Hindley und Pellizzari. Zuletzt zog Joao Almeida seine Zusage zurück.
Kurios: Es ist bereits sicher, dass ein neuer Sieger gekrönt wird. Im vergangenen Jahr gewann der Brite Simon Yates. Der ist inzwischen zurückgetreten.