Das Team Ineos Grenadiers will den Abstand zur Weltspitze im Radsport offenbar rasch verkleinern und arbeitet dafür wohl an einem großen Deal. Wie das Fachportal Cyclingnews unter Berufung auf gut informierte Quellen berichtet, bemüht sich der britische Rennstall um einen neuen Hauptsponsor.

Konkret soll ein bislang nicht öffentlich genanntes IT-Unternehmen aus Dänemark einsteigen und einen langfristigen Vertrag unterschreiben. Vorgesehen ist ein Engagement über fünf Jahre mit einem Volumen von rund 20 Millionen Euro pro Saison – insgesamt also etwa 100 Millionen Euro. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

Oscar Onley (r.) fährt für Ineos Grenadiers
Oscar Onley (r.) fährt für Ineos GrenadiersOscar Onley (r.) fährt für Ineos Grenadiers

Radsport: Große Änderung noch vor der Tour de France?

Aber: Den Informationen zufolge könnte es schon vor der diesjährigen Tour de France zu einem umfassenden Neustart kommen – samt neuen Trikots und möglicherweise auch einem neuen Teamnamen.

Mit rund 20 Millionen Euro pro Jahr würde das Budget des britischen Rennstalls in Regionen vordringen, in denen derzeit Topteams wie UAE Team Emirates, Red Bull–Bora–Hansgrohe und Team Visma–Lease a Bike zu finden sind.

Der bisherige Namensgeber Ineos mit seinem Geländewagen Ineos Grenadier soll dem Team dennoch erhalten bleiben und weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Auch Teamchef Jim Ratcliffe, Eigentümer von Ineos, dürfte nach den Berichten die Kontrolle behalten. Der Unternehmer ist im Weltsport bekannt und hält zudem bedeutende Anteile an Manchester United sowie am Formel-1-Team Mercedes.

In den 2010er-Jahren dominierte das Team – damals noch unter dem Namen Team Sky – die Tour de France. Bradley Wiggins gewann 2012, Chris Froome folgte mit vier Erfolgen in den Jahren 2013, 2015, 2016 und 2017. Danach triumphierten Geraint Thomas (2018) und Egan Bernal (2019). Seitdem wartet die Mannschaft jedoch auf einen weiteren Gesamtsieg beim wichtigsten Radrennen der Welt.