Luke Littler hat das Premier-League-Finale gegen seinen Rivalen Luke Humphries mit 11:10 gewonnen! Die beiden besten Darts-Spieler der Welt lieferten sich ein Mega-Duell auf dem allerhöchsten Niveau und spielten jeweils über weite Strecken über 110 Punkte im Average.
„Ich bin komplett geflashed von diesem Spiel. Wahnsinn. Der ganze Abend war Wahnsinn. Das war noch die Kirsche auf der Sahnetorte“, war der deutsche Darts-Profi Gabriel Clemens bei SPORT1 fassungslos.
Premier League: Littler kamen die Tränen
Nach seinem Triumph wurde Littler von seinen Emotionen übermannt. Er schrie zunächst seine Freude heraus und feierte zusammen mit seiner Familie. Im anschließenden Siegerinterview mit Sky Sports UK kamen dem 19-Jährigen dann die Tränen, sodass er es unterbrechen musste. Humphries ging zu ihm und nahm seinen Landsmann in den Arm.
Als die Nummer zwei der Welt dann vor das Mikrofon trat, würdigte er Littlers unglaubliches Spiel. Danach probierte es der Premier-League-Champion nochmal und holte aus, was für eine schwere Saison er hinter sich hat. An vielen Abenden wurde er von den Zuschauern ausgebuht, was ihm sehr nahe ging.
Littler: „Ich will das nicht mehr machen“
„Nach Brighton, glaube ich, als ich die Bühne verlassen habe, und dem Vorfall in Manchester, saß ich zu Hause und sagte zu Faith (Littlers Freundin, Anm. d. Red.): ‚Ich will das nicht mehr machen, einfach nur wegen der Menschenmenge jede Woche.‘ Ich sagte ihr, dass es mir wirklich schlecht ging.“ Als er darüber sprach, kamen ihm erneut die Tränen, sodass das Interview abgebrochen wurde.
Tränen! Hier überwältigen Littler die Emotionen
„Er ist 19… Er sieht es ja auch, in der Halle haben so viele Menschen ein Luke-Littler-Trikot an, aber trotzdem wird er ausgebuht. Es ist auch ein bisschen Paradox“, meinte Clemens.
350.000 Pfund für Littler
Für den 19-Jährigen ist es der zweite Premier-League-Titel seiner Karriere und er fährt 350.000 Pfund ein – da die Premier League ein Einladungsevent ist, geht das Preisgeld nicht mit in die Order of Merit ein. Kein Spieler zuvor war jünger bei seinem zweiten Premier-League-Triumph.
Von Beginn an schenkten sich die beiden Akteure nichts und jeder Fehler wurde eiskalt ausgenutzt. Sowohl Littler als auch Humphries gelangen immer wieder Highlights, die die Zuschauer laut jubeln ließen. Keiner von beiden konnte sich aber bis zum Schluss absetzen, sodass sich das Finale zu einem Krimi entwickelte.
Beim Stand von 8:8 erspielte sich Littler dann einen Break-Dart, doch verpasste die Doppel-9 hauchdünn. Humphries konnte kurz durchatmen und ging durch den Treffer auf die Doppel-4 wieder in Führung.
Littler entscheidet „denkwürdiges Finale“ für sich
Unbeeindruckt davon stellte der 19-Jährige daraufhin erst auf 9:9 und spielte dann sieben perfekte Darts, ehe er selbst mit 10:9 in Front ging. Allerdings überstand Humphries dann einen Matchdart, und es gelang ihm, das Spiel erneut auszugleichen, wodurch der Decider über den Sieger entschied. Diesen konnte Littler für sich entscheiden.
Der Playoff-Abend in London war historisch, denn alle drei Partien wurden im entscheidenden Leg entschieden – das gab es zuvor noch nie! „Es war Spannung pur, teilweise mit Matchdarts auf beiden Seiten. Dass wir jedes einzelne mögliche Leg an diesem Abend sehen, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Es war ein toller und denkwürdiger Abend – und vor allem ein denkwürdiges Finale“, sagte SPORT1-Experte Robert Marijanovic.