Die besondere Wiederauferstehung von Bryce Young
St. Browns Lions kassieren überraschende Niederlage
Jahrelang kämpft Bryce Young mit den Carolina Panthers in der NFL. Nun feiert der Quarterback eine bemerkenswerte Auferstehung.
Wenn sich NFL-Fans an die vergangenen zehn Jahre zurückerinnern, dann bringen sie mit den Carolina Panthers vor allem eines kaum in Verbindung: Erfolge.
Jahr für Jahr zeigte die Franchise zumeist enttäuschende Leistungen: fünf Siege bei elf Niederlagen in den Jahren 2019 und 2020, fünf Siege bei zwölf Pleiten 2021 und 2024. Absoluter Tiefpunkt war die Saison 2023, als am Ende zwei Erfolgen 15 Niederlagen gegenüberstanden.
Verwöhnt wurden die Fans wahrlich nicht, das Bank of America Stadium in Uptown Charlotte, North Carolina, war zumeist alles andere als ausverkauft.
MVP-Sprechchöre für Bryce Young
Wirft man aktuell einen Blick in Richtung Panthers, zeigt sich aber ein ganz anderes Bild. Gewiss: Eine Bilanz von 2-2 nach den ersten vier Spielen der neuen Saison ist noch nicht überragend, dennoch bewegt sich bei dem Team etwas.
Ein entscheidender Faktor dabei: Quarterback Bryce Young. Der Spielmacher vollführt aktuell eine bemerkenswerte Wandlung. Eine, die ihm im Sunday Night Game von Woche vier sogar MVP-Sprechchöre einbrachte.
Am Rande sei erwähnt: Allein die Tatsache, dass die Panthers erstmals seit 2016 wieder für Sunday Night Football berücksichtigt wurden, zeigt, dass sie jahrelang nicht zu begeistern vermochten.
Topleistung gegen die Lions
Gegen die eigentlich bärenstarken Detroit Lions gelang den Panthers aber nun ein spektakulärer 32:26-Sieg. Young und sein Wide Receiver Tetairoa McMillan waren dabei nicht zu stoppen.
29 von 41 Pässen für 329 Yards und zwei Touchdowns – beide auf McMillan – brachte der Signal Caller an. Nach vier Saisonspielen kommt der 25-Jährige auf neun Touchdowns bei nur zwei Interceptions.
Und viel beeindruckender noch: Mit 1.268 Passing-Yards führt Young die NFL an. Kein Spielmacher warf in den ersten vier Partien für mehr Yards. Auf Rang zwei und drei liegen aktuell Jared Goff von den Detroit Lions (1.214 Yards) und Rams-Spielmacher Matthew Stafford (1.189 Yards).
Einstiger Nummer-1-Pick
Young spielt bei den Panthers inzwischen in seinem vierten Jahr. Doch während die meisten anderen Quarterbacks vor ihrer vierten Saison bereits einen langfristigen und in der Regel hochdotierten Vertrag abgestaubt haben, ist der 25-Jährige noch ohne neuen Kontrakt.
Und das nicht ohne Grund. 2023 wählte die Franchise den nur 1,78 Meter großen Sportler an Position eins im NFL-Draft aus. Die Erwartungen waren entsprechend groß, konnten zunächst aber mitnichten erfüllt werden.
Gleich in seiner ersten Saison, der bereits erwähnten Katastrophen-Spielzeit mit einer Bilanz von 2-15, hatte Young schwer zu kämpfen.
Im zweiten Jahr auf die Bank verbannt
In seiner zweiten Saison, der Spielzeit 2024, wurde Young dann nach nur zwei Pleiten zu Saisonbeginn vom damaligen Cheftrainer Dave Canales für Routinier Andy Dalton auf die Bank verbannt. Früh galt der einstige Nummer-1-Pick als gescheitert.
Doch nach bereits verbesserten Leistungen im vergangenen Jahr scheint 2026 endlich der Knoten geplatzt zu sein. Es ist eine Leistungsexplosion genau zum richtigen Zeitpunkt.
Nachdem lange nicht klar war, ob die Panthers sich überhaupt vorstellen können, Young einen neuen Vertrag anzubieten, scheint sich inzwischen eher die Frage aufzudrängen, wann es denn so weit ist.
Endlich Erfolge mit den Panthers
Was ihm die Erfolge und auch die Zuneigung der Fans – Stichwort MVP-Rufe – bedeuten, wollte der vor Journalisten stets disziplinierte Young nach dem Spiel übrigens nicht vollends verraten.
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Der Spielmacher ließ aber zumindest anklingen, wie es um ihn bestellt ist, jetzt, wo es endlich deutlich besser läuft: „Es ist noch ganz frisch. Die Unterstützung ist natürlich ein riesiger Segen. Ich bin dieser Community und den Fans unglaublich dankbar. Es war einfach großartig, auf dem Feld zu stehen.“