Mbappé verletzt sich bei Tor
Mbappé weist Vorwurf deutlich zurück
Kylian Mbappé ist der erste Torschütze in der Ära Zinédine Zidane bei Frankreich und trifft entscheidend gegen die Türkei. Doch das hat für den Superstar bittere Folgen.
Bitterer Moment für Frankreich und Kylian Mbappé! Der Superstar entschied mit seinem Treffer in der 54. Minute zwar das Nations-League-Duell mit der Türkei (1:0), doch verletzte sich dabei am linken Knie und musste anschließend ausgewechselt werden. Der französische Verband FFF teilte mit, dass Mbappé wegen einer „Sehnenverletzung“ zur Behandlung nach Madrid zurückkehren werde.
Beim Debüt-Sieg von Trainer Zinédine Zidane verwandelte Mbappé nach Vorlage von Bayern-Star Michael Olise seinen Schuss trocken ins kurze Eck – es war sein 67. Länderspieltor. Doch direkt im Anschluss an seinen Treffer fasste sich der 27-Jährige beim Jubel an sein linkes Knie und begann zu humpeln. Sofort eilten die Teamärzte hinzu und kümmerten sich um den Real-Stürmer.
„Das sieht gar nicht gut aus, das ist besorgniserregend“, beschrieb DAZN-Kommentator Stefan Galler die Szenen. Mbappé musste zunächst vom Platz, sodass Frankreich kurzzeitig in Unterzahl spielte. Nach kurzer Behandlung kam der Stürmer allerdings wieder aufs Feld und versuchte noch, die Partie fortzusetzen.
Mbappé versuchte noch, weiterzuspielen
Doch dieses Vorhaben endete schnell wieder. Nur wenige Augenblicke später saß Mbappé erneut auf dem Hosenboden und signalisierte, dass es für ihn nicht weitergehen kann. Zidane brachte Desiré Doué in die Partie (59.). „Mbappé wirkt sehr bedrückt“, kommentierte Galler bei seiner Auswechslung.
Etwa eine Stunde nach Abpfiff teilte Zidane mit, dass sein Stürmer das französische Quartier verlassen wird. „Es sieht leider nicht gut aus“, konstatierte der Coach. „Ich denke, er wird zurückreisen müssen“, fuhr er fort, woraufhin ein Reporter fragte, ob der Lehrgang für Mbappé damit beendet sei. „Ja, denn wir wollen kein Risiko eingehen. Er hat sich beim Schießen das Knie überstreckt. Das sieht nicht sehr vielversprechend aus.“
Die Franzosen verwalteten ihren 1:0-Vorsprung bis zum Ende und spielten in den letzten Minuten sogar noch in Überzahl. Der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer verwies den türkischen Keeper Ugurcan Cakir nach 87 Minuten des Feldes.
Zwayer zeigt Cakir Rot
Cakir war nach einem langen Ball auf Bradley Barcola aus seinem Kasten gelaufen und hatte dabei den Ball des Franzosen an den Oberarm bekommen. Barcola reklamierte sofort auf Handspiel, doch Zwayer ließ zunächst weiterlaufen. Nach Kontakt mit dem VAR wurde er dann doch zum Monitor geschickt, um sich die Situation selbst noch einmal genau anzuschauen. Nach Ansicht der Bilder zückte Zwayer sofort die Rote Karte und schickte Cakir vom Feld (87.).
Mit dem Sieg ist Zidane nun der erste Trainer seit Aimé Jacquet im Jahr 1994 (1:0 gegen Italien), der sein Debütspiel gewinnen konnte. Im anderen Spiel der Gruppe verloren die Italiener ihr erstes Spiel unter Rückkehrer Roberto Mancini gegen Belgien mit 0:2 und wurden von den eigenen Fans ausgepfiffen. Frankreich trifft am Montag auf Belgien, Italien auf die Türkei. Vier Tage später kommt es in Saint-Denis zum direkten Duell der beiden Fußball-Schwergewichte.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)