Kompany-Kollaps: Matthäus spricht über eigene mentale Belastung

von SPORT1
Matthäus sieht nur zwei Ballon-d'Or-Kandidaten
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Matthäus sieht nur zwei Ballon-d'Or-Kandidaten

Der Zusammenbruch von Vincent Kompany bewegt weiter die Fußball-Welt. Nun hat sich auch Lothar Matthäus zu Wort gemeldet und auf eigene Erfahrungen verwiesen.

Nach dem Zusammenbruch von Vincent Kompany hat sich Lothar Matthäus zu den besonderen Anforderungen geäußert, die an die Trainer gestellt werden. Der Rekordnationalspieler schilderte dabei auch eigene Erfahrungen mit dem Druck des Trainerberufs.

„Die Trainer stehen viel unter Druck. Es ist ja nicht so, dass du nur zum Training gehst“, sagte Matthäus am Sonntag bei Sky90. Der 65-Jährige berichtete von schlaflosen Nächten und Gedanken, die einen dauerhaft begleiten würden: „Dann wachst du auf, dann kannst du mal nicht einschlafen, weil dir sehr viel durch den Kopf geht.“

Für Kompany gelte das nach Ansicht des 65-Jährigen in besonderem Maße. „Und natürlich ist er jemand, der auch ins Detail geht. Ich glaube, dass er von morgens bis abends an den Fußball denkt. Und natürlich ist der Druck sehr groß“, schilderte Matthäus weiter.

Lothar Matthäus spricht über Vincent Kompany
Lothar Matthäus spricht über Vincent KompanyLothar Matthäus spricht über Vincent Kompany© IMAGO/Team 2

Matthäus lobt Umgang des FC Bayern mit Kompany

Der Rekordnationalspieler verwies auch auf die enorme Verantwortung eines Cheftrainers. „Du willst keine Fehler machen, du willst ja perfekt sein“, betonte Matthäus und erinnerte sich an seine eigene Zeit auf der Trainerbank: „Ich war um vier Uhr wach, habe dann um sieben Uhr meinen Kaffee getrunken und habe drei Stunden über Fußball nachgedacht.“

Gleichzeitig lobte Matthäus den Umgang des FC Bayern mit der Situation seines Cheftrainers. Dass Kompany die nötige Zeit zur Erholung bekomme, sei für ihn selbstverständlich: „Einem kranken Menschen, der Hilfe benötigt und Zeit braucht, müssen diese Zeit und diese Hilfe gegeben werden.“

Kompany war am Freitag kollabiert und musste medizinisch versorgt werden. Sportvorstand Max Eberl hatte anschließend betont, dass die Gesundheit des Bayern-Coachs oberste Priorität habe.

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