Wollitz himmelt Bittencourt an
Wollitz fällt knallhartes Urteil über eigenes Team
Nach vielen Jahren in der Bundesliga läuft Leonardo Bittencourt wieder für Energie Cottbus auf. Trainer Claus-Dieter Wollitz ist davon begeistert und erinnert sich an sein erstes Training vor 15 Jahren.
Claus-Dieter Wollitz hat offenbart, wie nachhaltig ihn Leonardo Bittencourt bereits bei dessen erstem Profitraining 2011 beeindruckte. Der zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alte Mittelfeldspieler war auf Empfehlung seines Vaters Franklin Bittencourt zum Training der ersten Mannschaft gekommen. Wollitz, damals wie heute Trainer bei Energie Cottbus, konnte seinen Augen kaum trauen.
„Dann war Leo beim Training und ich dachte wirklich: Wollen die mich verarschen oder was? Ist das versteckte Kamera? Keine Ahnung. Der war so gut!“, betonte Wollitz im Podcast „Phrasenmäher“. Selbst erfahrene Teamkollegen seien vollkommen überrascht gewesen: „Die Mitspieler, die teilweise schon 370 Bundesliga- und Zweitliga-Spiele hatten, haben gesagt: ,Was ist das?‘“
Bittencourt hat über 300 Bundesliga-Spiele bestritten
Für Wollitz war früh klar, welchen Weg Bittencourt einschlagen würde: „Diese Dankbarkeit, die dieser Mensch in sich getragen hat, Fußballschuhe und ein Trikot anziehen zu dürfen und dann noch für diesen Klub, für den schon sein Vater gespielt hat. Das hast du in jeder Situation gespürt. Das war außergewöhnlich.“ Insgesamt hat Bittencourt für Borussia Dortmund, Hannover 96, die TSG Hoffenheim, den 1. FC Köln und Werder Bremen 304 Partien in der Bundesliga absolviert.
Im Sommer kehrte der 32-Jährige, der aus der Energie-Jugend stammt, dann ablösefrei an seine alte Wirkungsstätte zurück. Auch auf Rat von Wollitz. „Ich habe zu ihm wortwörtlich gesagt: ‚Leo, ich durfte dich so kennenlernen und über Jahre verfolgen. Wenn wir uns getroffen oder mal telefoniert haben, warst du immer dieser bescheidene, bodenständige Typ. Wenn du in der ersten Liga bleibst, okay. Aber bevor du zu einem der anderen 17 Zweitligisten gehst, geh zurück in deine Heimat“, schilderte er.
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„Du kannst diesen Aufbruch, diese Euphorie noch einmal untermauern. Und ich trage die Verantwortung dafür, dir eine Mannschaft an die Seite zu stellen, mit der das funktionieren kann.‘ Dann habe ich gesagt: ‚Schlaf eine Nacht darüber.‘ Und dann ging das ratzfatz“, sagte Wollitz weiter über Bittencourt.