Wahnsinns-Spiel mit tragischem Ausgang
Drama in letzter Sekunde versetzt Berlin in Schockstarre
Trinity San Antonio lässt in der Zwischenrunde der Basketball-WM für Puerto Rico alles auf dem Feld. Für das Weiterkommen reicht es knapp trotzdem nicht.
Das Spiel des Lebens reichte Trinity San Antonio nicht für den großen WM-Coup. Fast hätte die 22-Jährige Puerto Rico im Alleingang ins Viertelfinale geführt, doch am Ende scheiterte das kleine Land knapp am Favoriten China.
Bei der 72:75-Niederlage in der WM-Zwischenrunde überragte San Antonio mit 24 Punkten, 9 Rebounds, 7 Assists und 5 Steals. Diese wahnsinnigen Statistiken brachten ihr einen unglaublichen Effektivitätswert von 35 ein. Bereits ein Wert über 20 ist stark.
Für das Weiterkommen reichte diese Fabelleistung am Ende aber trotzdem nicht. Auch weil Chinas WNBA-Star Xu Han (23 Punkte) und WM-Phänomen Ziyu Zhang (13 Punkte in neun Minuten) dagegenhielten und Underdog Puerto Rico in der Schlussphase die Puste ausging.
Nach dem Spiel flossen bei der enttäuschten San Antonio die ersten Tränen. Als sie beim Verlassen der Arena in Berlin von den puerto-ricanischen, aber auch von vielen weiteren Fans gefeiert wurde, wurde sie noch emotionaler.
Basketball-WM: San Antonios „Leistung war außergewöhnlich“
Wenige Minuten später auf der Pressekonferenz hatte sich die 22-Jährige dann wieder gesammelt und analysierte stolz: „Wir haben heute wirklich sehr hart gekämpft und hatten bis zum Ende Siegchancen. Ich glaube, dass diese WM erst der Anfang für unsere weitere Entwicklung sein wird. Ich kann kaum erwarten zu sehen, was wir in der Zukunft schaffen können.“
Lob gab es für ihre Leistung von Coach Jerry Batista: „Trinity hat ein tolles Spiel gezeigt. Ihre Statistiken sprechen für sich. Das sind fantastische Zahlen und auch ihre Leistung war außergewöhnlich.“
Eröffnet diese Leistung jetzt große Möglichkeiten für San Antonio?
Das Spiel gegen China war übrigens nicht die erste Top-Leistung der Puerto-Ricanerin im Turnier. Schon in der Gruppenphase spielte sie stark und führte ihr Team mit 18 Punkten im entscheidenden Spiel gegen die Türkei überhaupt erst in die K.o.-Runde.
Nach ihrem starken Spiel in der Zwischenrunde beendet sie das Turnier mit 15,8 Punkten, 3,8 Rebounds und 4,8 Assists im Schnitt. Aktuell steht sie noch in Frankreich bei Basket Landes unter Vertrag.
San Antonio hat aber höhere Ambitionen: „Mal schauen, wie viele Türen mir dieses Turnier öffnet. Ich möchte es auf jeden Fall so weit nach oben schaffen wie möglich.“
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Ihr Spiel gegen China werden viele Scouts ganz genau verfolgt haben. Vielleicht geht es für die talentierte Aufbauspielerin in Zukunft ja mal in die WNBA.