Alba im Viertelfinale: Meister ringt den Pokalsieger nieder
Im Pokalduell der Vorjahresfinalisten setzt sich der Meister trotz seiner langen Verletztenliste gegen den Titelverteidiger durch.
Basketball-Meister Alba Berlin hat sich vor eigenem Publikum für das verlorene Pokalfinale revanchiert und Titelverteidiger Bamberg Baskets im Achtelfinale aus dem BBL-Pokal geworfen. Ohne einige verletzte Leistungsträger um den kurzfristig ausgefallenen Nationalspieler Jack Kayil bezwangen die Berliner den amtierenden Champion aus Franken dank eines starken Schlussspurts mit 83:71 (33:41).
Alba ringt mit Verletzungssorgen
Für das „Do-or-die-Spiel“ in der Runde der letzten 16 Teams war Berlins Meistercoach Pedro Calles im Vorfeld um eine realistische Erwartungshaltung bemüht. „Aufgrund der diversen Verletzungen stehen wir immer noch vor einigen Herausforderungen, was die Entwicklung als Team betrifft“, sagte Calles, der den erst am Freitag präsentierten Neuzugang Yankuba Sima (Center) einsetzte. Auf Kayil, der an einer Muskelverletzung in der Wade laboriert, musste der Spanier allerdings verzichten.
Alba, das in der Liga mit einer ernüchternden Bilanz (zwei Siege, drei Niederlagen) lediglich Tabellen-13. ist, tat sich vor allem in der ersten Hälfte erwartungsgemäß schwer. Dank einer besseren Dreierquote entschieden die Gäste die ersten beiden Viertel für sich. Doch Alba zeigte Moral: Insbesondere Power Forward Justin Bean stemmte sich als bester Scorer der Partie mit 20 Punkten dagegen.
Bamberg bricht im Schlussviertel ein
Die Bamberger, die sich vor acht Monaten in einem packenden Finale in München mit 74:72 den Pokal geholt hatten, verloren vor allem im letzten Viertel die Nerven. Die 13 Punkte von Richard Balint reichten gegen die sich zunehmend in einen Rausch spielenden Berliner nicht aus.