Triumphfahrt für den Weltmeister, Punkte für die deutschen Ersatzpiloten!
Beim von Kollisionen und Stürzen geprägten MotoGP-Rennen in Assen fuhr Stefan Bradl (Zahling), beim Honda-Satellitenteam LCR Vertreter des verletzten Spaniers Alex Rins, auf Rang 13.
Direkt dahinter erreichte Jonas Folger (Schwindegg/KTM) als Ersatzmann für Pol Espargaro (Spanien) das Ziel – als letzter Fahrer, der den Zielstrich überquerte.
Während etwa die Franzosen Fabio Quartararo (Yamaha) und Johann Zarco (Ducati) früh im Rennen kollidierten und Ex-Weltmeister Quartararo beim Verlassen des Kiesbetts gestützt werden musste, hielt sich Weltmeister und WM-Spitzenreiter Francesco Bagnaia aus allem heraus.
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Der Ducati-Pilot aus Italien wiederholte seinen Vorjahressieg und geht nun mit 35 Punkten Vorsprung auf seinen Markenkollegen Jorge Martin (Spanien) in die Sommerpause.
MotoGP: Deutsche profitieren in Assen
Bagnaia setzte sich bei seinem vierten Erfolg im achten Saisonrennen vor Sprint-Sieger Marco Bezzecchi (Italien/Ducati) und dem Spanier Aleix Espargaro (Aprilia) durch.
Nicht am Start war am Sonntag Marc Marquez. Der sechsmalige MotoGP-Champion erhielt wegen seines Rippenbruchs keine Startfreigabe.
Er wolle eine Verschlimmerung verhindern und sich erholen, erklärte der 30-Jährige. Weiter geht es in der MotoGP erst Anfang August in Silverstone.
„Marc ist aus eigenem Antrieb hierherzukommen. Er war angeschlagen. Nach fünf Stürzen in Deutschland kann man sich das vorstellen. Aber im Laufe des Wochenendes wurde es schlimmer. Er ging heute Morgen zum Arzt, und es war nicht möglich“, schilderte Alberto Puig.
Wie geht es weiter mit Marc Marquez?
Bemerkenswert: Der Honda-Teammanager schloss dazu auch eine vorzeitige Trennung nicht aus.
Auf die Frage, ob er glaube, dass Marquez bis Ende nächsten Jahres bleiben werde, hieß es: „Das muss ich glauben, denn wir haben einen Vertrag. Aber zu dieser Frage muss ich sagen, dass ich denke, dass jeder Mensch frei ist, das zu tun, was er im Leben will.“
Honda sei „kein Unternehmen, das Leute an sich binden will, die sich bei Honda nicht wohlfühlen. Natürlich haben wir einen Vertrag mit ihm, aber Honda respektiert Marc sehr. Ich möchte daran glauben, basierend auf dem Vertrag, aber ich habe keine magische Kugel“, fügte Puig an.
Marquez wiederum sagte nebulös: „Ich bin an einem Tiefpunkt und kann nicht darüber nachdenken. Wenn man in diesem Zustand ist, kann man nicht über seine Zukunft oder andere Dinge entscheiden.“
Moto2: Tulovic geht wieder leer aus
In der Moto2 verpasste Lukas Tulovic die Punkteränge. Der 23-Jährige kam in den Niederlanden am Sonntag nicht über den 16. Platz hinaus, gestartet war Tulovic von Position 19.
Der Engländer Jake Dixon feierte indes den ersten Sieg seiner Karriere in der Motorrad-WM, er verwies den Japaner Ai Ogura und Pedro Acosta aus Spanien auf die Plätze zwei und drei. Die Gesamtführung hat weiterhin Tony Arbolino inne, der Italiener wurde am Sonntag Siebter.
Tulovic ging zum dritten Mal in Folge leer aus, bei zwei der acht Saisonrennen sammelte er Punkte. Das bislang beste Resultat des Jahres für den Eberbacher war Rang elf in Le Mans.
Im Rennen der Moto3 setzte sich Honda-Pilot Jaume Masia durch. Der Spanier verkürzte damit den Rückstand in der Meisterschaft auf Spitzenreiter Daniel Holgado, der die Punkteränge verpasste, auf nur noch 16 Zähler.