Eine Siegchance hätte Max Verstappen beim Grand Prix in Silverstone nicht gehabt. Doch beharrlich hatte sich der Niederländer auf Platz drei vorgearbeitet und lag damit auf Podiumskurs.
Vier Runden vor dem Ende flog der viermalige Formel-1-Weltmeister mit seinem Red Bull jedoch plötzlich von der Strecke und landete im Kiesbett. Das Rennen war abrupt beendet für den 28 Jahre alten Niederländer.
Eine Schuld traf Verstappen wohl nicht. „Da kann er nichts dafür. Das Auto bremst hinten und zack ist er weg“, analysierte Ralf Schumacher bei Sky die Szene. Das untermauern auch die Bilder, die zeigen, wie Verstappens Auto heftig wackelt.
Verstappen schimpft am Teamfunk
Verstappen selbst reagierte nach dem Aus ungehalten. „Ich stecke fest, Mann. Scheiß auf dieses Auto, unglaublich“, schimpfte er über den Teamfunk.
Mit ein paar Minuten Abstand äußerte er sich bei Sky etwas weniger emotional, blieb bei seiner Kritik aber trotzdem deutlich: „Hinten im Heck war der Flügel nicht ganz geschlossen. Das kann natürlich nicht sein.“ Auf die Frage, was ihn am meisten nerve, antwortete Verstappen: „Dass wir so viele Probleme haben, aber auch viel zu langsam sind.“
Teamchef Laurent Mekies zeigte sich reumütig. „Wir entschuldigen uns bei Max. Es gab ein Problem am Heck. Die Zuverlässigkeit müssen wir dringend verbessern“, erklärte Mekies bei Sky: „Es ist umso ärgerlicher, weil wir gegenüber dem Qualifying deutlich schneller unterwegs waren.“
Den Sieg sicherte sich etwas überraschend Charles Leclerc. Lewis Hamilton landete im zweiten Ferrari auf Platz drei. Dazwischen schob sich Mercedes-Pilot George Russell.