England-Legende Gary Lineker hat die Zukunft von Nationalcoach Thomas Tuchel bei den Three Lions infrage gestellt – und sich um eine gewagte Metapher bemüht.

„Das ist natürlich nur ein Scherz, aber ich frage mich, ob Thomas Tuchel ein deutscher Spion ist. Wir wurden unterwandert. Ich glaube, Deutschland – weil sie im Moment nicht besonders gut sind und die Gruppenphase nicht überstehen – hat jemanden eingeschleust“, sagte Lineker nach dem WM-Aus der Engländer im Podcast „The Rest is Football“ auf Netflix.

Englands Legende Gary Lineker geht mit Thomas Tuchel hart ins Gericht
Englands Legende Gary Lineker geht mit Thomas Tuchel hart ins GerichtEnglands Legende Gary Lineker geht mit Thomas Tuchel hart ins Gericht© IMAGO/News Licensing

Die zentrale Frage des 65-Jährigen: „Ist er der richtige Mann, um uns weiterzubringen? Ich fordere nie die Entlassung von jemandem, aber es hängt von ihm ab und davon, wie die FA darüber denkt. Sind wir mit einem Halbfinale zufrieden?“

Tuchel? „Ein negativer Schachzug“

Durch Tuchels Einwechslungen nach Anthony Gordons Führungstor (55.) habe sich die Mannschaft „noch tiefer“ zurückgezogen: „Es wurde zu einer Fünferkette in der Abwehr, und man denkt sich: ‚Wir spielen einen tiefen Block‘ – gegen eine Mannschaft, die dagegen gut ist. Für mich ergab das überhaupt keinen Sinn. Taktisch gesehen war es, um ganz ehrlich zu sein, erstaunlich. Es war ein negativer Schachzug.“

Die Folge: Argentinien glich durch Enzo Fernández zunächst aus (85.) und erzielte wenig später den Siegtreffer (Lautaro Martínez, 90.+2).

„Ich fand es absolut unfassbar, dass man eine Taktik hat und gegen den größten Fußballer spielt, den es je gegeben hat (Lionel Messi; Anm. d. Red.). Man muss ihn eng decken. Er schlug einen Ball nach dem anderen in den Strafraum“, sagte Lineker.

Messi hatte am Mittwoch in Atlanta beide Tore der Argentinier vorbereitet – und England somit aus dem Turnier gekegelt.