Die Beinahe-Katastrophe um Pierre Gasly beim Chaos-Rennen in Suzuka erhitzt die Gemüter in der Formel 1 – und McLaren-Pilot Lando Norris wendet sich mit deutlichen Worten gegen diejenigen, die ihre Tragweite unterschätzen.

„Man kann sagen: Im Fernsehen sah es nicht so schlimm aus“, sagte der Brite nach dem GP-Wochenende über Gaslys potenziell verhängnisvolle Fast-Kollision mit einem Traktor: „Aber wer sowas sagt, muss den Mund halten. Denn das Risiko, das wir eingehen, um bei solchen Bedingungen unsere Runden zu drehen, das ist verrückt.“ (NEWS: Alle Neuigkeiten zur Formel 1)

Norris fordert Konsequenzen aus dem Vorfall – und Sicherheitsmaßnahmen, durch die verhindert wird, dass bei schlechten Sichtverhältnissen Rennen gefahren werden: “Im Qualifying wären solche Bedingungen völlig in Ordnung und ich würde gerne fahren. Wenn du aber im Rennen an zehnter Stelle fährst und nichts siehst … Den Crash von Sainz habe ich zum Beispiel nicht gesehen. Wäre ich ein Meter weiter links gefahren, wäre ich in ihn gefahren.“

Beinahe-Drama um Pierre Gasly: Auch andere Fahrer sahen den Traktor nicht

Nachdem der verregnete Grand Prix in Suzuka nach einem Unfall von Ferrari-Pilot Carlos Sainz gestoppt worden war, war Gasly bei schlechter Sicht an einem Traktor vorbeigerast.

Inzwischen ist klar, dass der AlphaTauri-Pilot auf dieser Runde zu schnell unterwegs gewesen war, wofür ihn die FIA auch bestrafte – dennoch waren sich alle F1-Piloten einig, dass es unabhängig von der Geschwindigkeit von Gasly überhaupt nicht dazu kommen durfte.

Was hinzukommt: Der Traktor war nicht erst bei Gasly auf der Strecke. Andere Fahrer hatten das Fahrzeug nur einfach übersehen.

Der in Japan zum Weltmeister gekrönte Max Verstappen sagte: „Natürlich habe ich den Kran gesehen. Aber ich war auch ganz vorne und hatte gute Sicht.“ Doch schon Fernando Alonso auf Rang sechs hatte gesagt: „Hinter dem Safety-Car konnte ich den Traktor nicht sehen und ich konnte auch Sainz nicht sehen.“

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