Arda Güler ist zurück – und steht bei Real Madrid direkt unter Beobachtung. Der Türke trainiert wieder mit der Mannschaft, die bereits die zweite Woche in Folge mit José Mourinho arbeitet. Für den Offensivspieler beginnt damit die nächste Etappe seiner Zeit bei den Königlichen.
Für Güler ist es bereits der vierte Trainer, seit Carlo Ancelotti ihn im Januar 2024 debütieren ließ – eine erste Saison, die stark von Verletzungen geprägt war. Danach übernahm Xabi Alonso, der zunächst deutlich auf das Talent des türkischen Nationalspielers setzte. Als Alonso ging, wurde Álvaro Arbeloa sein Nachfolger.
Arbeloa rückte Güler näher an den Strafraum und gab ihm spürbar mehr Verantwortung, auch in der Champions League. Im Rückspiel gegen den FC Bayern war Güler einer der auffälligsten Real-Profis, doch am Ende reichte es nicht für die Wende. Arbeloa betonte später zudem: „Ich weiß nicht, ob es einen Trainer gibt, der Arda Güler mehr Minuten gegeben hat als ich.“
Güler: WM-Frust als Extra-Antrieb
Mit einem zusätzlichen Stachel kehrt Güler vom vergangenen WM-Turnier zurück: Die Türkei schied überraschend früh in der Gruppenphase aus. Immerhin erzielte der Profi von Real Madrid ein Tor in drei Spielen und beendete damit eine lange Torflaute der Mannschaft. Zuvor waren 32 Abschlüsse ohne Treffer geblieben.
Mourinho soll bereits einen klaren Plan für seine zweite Amtszeit bei Real Madrid im Kopf haben – und genau davon hängt Gülers Rolle ab. Brisantes Detail: Als Mourinho noch bei Fenerbahçe auf der Bank saß, sprach er mit Humor über ein mögliches Güler-Comeback nach Istanbul und verpackte dabei einen Seitenhieb Richtung Madrid.
„Der Charakter ist sehr wichtig, um bei Real Madrid zu spielen, und Arda Güler zeigt diese enorme Persönlichkeit. Wenn Arda Güler kommen will, warum nicht? Wenn er Fenerbahçe liebt, kostenlos kommt und Real Madrid 75 Prozent seines Gehalts zahlt, können wir nicht Nein sagen“, sagte Mourinho ironisch.
Real Madrid: Silva da – Bellingham vor neuer Rolle?
Die Konkurrenz für Güler wird jedoch noch größer. Mit Bernardo Silva ist ein weiterer Spieler im Kader, der sich in Gülers Einflusszone bewegt und im Offensivzentrum spielen kann. Real Madrid hat die Verpflichtung für zwei Spielzeiten offiziell bestätigt.
Dazu kehrt Jude Bellingham von der WM zurück und könnte, wie im Umfeld diskutiert, unter Mourinho noch näher an den Strafraum rücken. Fest steht: Der Verein betrachtet Güler weiterhin als Spieler, um den herum sich ein Projekt entwickeln kann. Seit den Abgängen von Luka Modric und Toni Kroos wurde allerdings noch nicht die gewünschte Stabilität erreicht.
Jetzt muss der Türke liefern und sich den „Luso” im Training und in Mourinhos Hierarchie neu erarbeiten.