Mehrere Fahrer, darunter auch Max Verstappen haben den Umgang der Zuschauer mit Pyrotechnik kritisiert, nachdem auf die Strecke geworfene Bengalos beim Qualifying in Zandvoort sogar für eine rote Flagge gesorgt hatten. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

„Fackeln zu halten ist schön und gut, aber sie auf die Strecke zu werfen, ist einfach dumm“, zeigte sich Verstappen sichtlich verärgert und forderte die Fans dazu auf, das zu unterlassen: „Macht das einfach nicht!“

„Das bringt niemandem etwas“, sagte Verstappen, der keinerlei Verständnis für die Aktion hatte: „Ihr werdet rausgeworfen und könnt das Rennen nicht sehen, und für uns wird die Session unterbrochen, weil es gefährlich ist, wenn Dinge auf der Strecke sind.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Bengalos auf der Strecke sorgen für Flaggen beim Qualifying

Sowohl in Q2 als auch in Q3 landeten Bengalos auf der Strecke. In Q2 landete eine der orangenen Fackeln mitten im Weg am Ausgang von Kurve 12, weshalb die Rennleitung sogar die rote Flagge zeigen musste. In Q3 flog ein Bengalo in die Nähe der Boxenausfahrt, dort reichte jedoch eine kurze Gelbphase.

Für den Werfer des Bengalos aus Q2 hatte seine Aktion drastische Konsequenzen, denn er wurde nach Angaben der FIA gefunden und im Anschluss vom der Veranstaltung ausgeschlossen und verpasste so, wie Lokalmatador Verstappen auf die Poleposition fuhr. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Dabei wurden die Zuschauer im Voraus vom Veranstalter noch aufgefordert, die orangenen Fackeln am Eingang abzugeben und nicht mit an die Strecke zu bringen.

Sainz fürchtet Rauch auf der Strecke bei 300km/h

Auch Ferrari-Pilot Carlos Sainz ermahnte Fans zu mehr Vorsicht, wenngleich er klar machte, dass der Einsatz von Bengalos auf der Tribüne grundsätzlich kein Problem für ihn sei. Zum Beispiel, nachdem Verstappen die Pole holen würde und niemand mehr fahren sollte:

„Aber benutzt sie nicht während des Rennens oder in der ersten Runde, wenn wir mitten in Kämpfen stecken“, machte er deutlich und wies dabei auf die Geschwindigkeiten hin: „Bei 300 km/h willst du mit diesen Autos keine Ablenkung durch Rauch.“

Die Ablenkung musste Williams-Fahrer Nicholas Latifi im vergangenen Jahr erfahren. Als Verstappen damals zum Sieg fuhr, hatten seine Fans ebenfalls Bengalos entzündet, sodass die Sicht auf der Strecke deutlich verschlechtert wurde. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Rauch sorgt für Verwirrung bei Fahrern

Latifi war damals aber noch nicht im Ziel. „Wenn dahinter noch ein Rennen stattfindet, kann es ziemlich gefährlich werden“, erinnerte sich der Williams-Pilot und forderte drastischere Bestrafungen:

„Vielleicht müssen die Sicherheitskontrollen verschärft werden. Nun, vielleicht nicht verschärft, weil man 100.000 Leute nicht richtig kontrollieren kann, aber die Konsequenzen, wenn jemand dabei erwischt wird, müssen verschärft werden.“

Jedoch ist das nicht das einzige Problem. Der Rauch könne nämlich fälschlicherweise mit einem von der Strecke geflogenen Auto und dem damit aufgewirbelten Staub verwechselt werden, was in Zandvoort auch im Fahrerbriefing angesprochen worden sein soll.

„Die meiste Zeit ist das ein eindeutiges Orange und man weiß, dass es sich um eine Fackel handelt“, meinte Latifi und erinnerte sich an vergangene Woche, als auch schon zahlreiche Bengalos gezündet wurden: „Aber in Spa gab es ein paar Mal die Frage: ‚Oh, ist jemand vorne von der Strecke gefahren und es gibt einfach keine gelbe Flagge?‘“

„Die Fans müssen sich ein bisschen benehmen“, forderte auch Latifi. Es bleibt abzuwarten, wie stark die Thematik beim Rennen in den Vordergrund rückt.

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