Ein Lichtblick am Horizont?

Für die aktuelle Saison muss man bei Mercedes bislang wirklich keine Vergnügungssteuer zahlen. Bereits nach dem Sprintrennen in Imola zog Mercedes-Teamchef Toto Wolff ein vernichtendes Fazit: „Wir sind im vierten Rennen und heute markiert den Tiefpunkt.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Das wirklich Traurige an diesem Satz: Zu diesem Zeitpunkt wusste der 50-Jährige noch nicht, was ihn im eigentlichen Rennen erwartet. Nach 41 Runden wurde Lewis Hamilton von Max Verstappen überrundet – eben jener Verstappen, mit dem er sich im vergangenen Jahr noch bis in die letzte Runde der Saison um den Titel duellierte.

Diese Schmach saß so tief, dass sich Wolff direkt nach dem Rennen über Boxenfunk zu einer Entschuldigung an den siebenmaligen Weltmeister genötigt sah: „Es tut mir leid, womit du heute klarkommen musstest. Ich weiß, es ist unfahrbar und nicht das, was wir verdient haben.“ (BERICHT: Wolff entschuldigt sich bei Hamilton)

George Russell sorgt für überraschende Bestleistung

Schaut man allerdings nicht nur auf Hamilton, sieht die Performance von Mercedes nicht ganz so düster aus. Immerhin sammelte George Russell schon fleißig Punkte, weshalb Mercedes zumindest auf Rang drei der Teamwertung liegt. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Dazu sorgte der Engländer nach vier Rennen für eine kuriose Bestmarke. Obwohl in der Fahrerwertung mit 37 Punkten Rückstand auf den WM-Führenden Charles Leclerc nur auf Rang vier liegend, ist der 24-Jährige der einzige Fahrer, der bislang bei jedem Rennen in die Top-5 gefahren ist. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Leclerc kam in Imola nur auf Rang sechs. Verstappen beendete den Saisonauftakt in Katar nur als 19. – in Australien kam er gar nicht erst ins Ziel.

Mercedes ist also immer noch zu Bestleistungen in der Lage.

Alles zur Formel 1 auf SPORT1.de