Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko hat in einem Interview bei ServusTV betont, dass er ganz froh darüber sei, dass ihr stärkster Gegner um den WM-Titel in der Formel 1 in dieser Saison Ferrari heißt und nicht mehr Mercedes. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

„Ferrari ist ähnlich wie wir. Da ist Leidenschaft, da ist Emotion, Sportlichkeit und Respekt“, begründete der 78-Jährige seine Aussage. Laut ihm haben die beiden Teams ein Konkurrenzverhältnis, „aber mit sportlichen Regeln.“

Dies mache sich nicht nur unter den Fahrer bemerkbar, sondern auch in der technischen Auslegung und Abstimmung, so Marko. „Mit Ferrari kann man sich austauschen. Es ist angenehm“ – eine kleine Stichelei Richtung Silberpfeile, die 2021 die härtesten Konkurrenten waren. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Leclerc gratuliert Verstappen

Den Respekt unter den Fahrern von Red Bull und Ferrari wurde nach dem Rennen in Saudi-Arabien deutlich. Nach einem fairen Kampf um Platz eins zwischen Max Verstappen und Charles Leclerc gratulierte der Ferrari-Pilot dem Niederländer per Boxenfunk zum Sieg: „Gut gemacht, Max. Das war stark.“

Warum sieht Marko Ferrari als härtesten Gegner um den WM-Titel? „Ferrari hat das universellste Auto. Es ist unter allen Umständen, mit jedem Reifentyp, mit jeder Temperatur auf Anhieb schnell.“

Darüber hinaus schätzt der Red-Bull-Funktionär Leclerc als einen der talentiertesten Fahrer ein. Der Monegasse hat sich im Vergleich zur vergangenen Saison an Teamkollege Carlos Sainz vorbeigeschoben. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Lewis Hamilton hat einen für seine Verhältnisse enttäuschenden Saisonstart in der Formel 1 hinter sich. Die ersten Eindrücke lassen eine schwere Saison für den Briten vermuten.

Lewis Hamilton hat einen für seine Verhältnisse enttäuschenden Saisonstart in der Formel 1 hinter sich. Die ersten Eindrücke lassen eine schwere Saison für den Briten vermuten.

Marko schreibt Mercedes noch nicht ab

Marko hat auf ein anderes Szenario gehofft: „Im Vorjahr hat Sainz Leclerc noch geschlagen, aber dieses Jahr ist Leclerc in einer Hochform. Das heißt, wir können uns da keine Schützenhilfe vom Sainz erwarten. Es wird also eine Situation wie bei uns sein, wo es einen ganz klaren Nummer-1-Piloten gibt.“

Der 78-Jährige schreibt Mercedes allerdings noch nicht ganz ab: „Die kommen sicher wieder und das wird dann wahrscheinlich in einem Dreikampf enden.“

Das nächste Rennen steht am zweiten April-Wochenende in Australien an. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Alles zur Formel 1 auf SPORT1.de