Die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer-Betz strebt 2028 in Los Angeles ihre vierte Olympia-Teilnahme an – und den Gewinn einer Medaille. „Mein Plan führt genau in diese Richtung“, sagte die 29 Jahre alte Chemnitzerin nach ihrem dritten Platz im Mehrkampf bei den deutschen Kunstturn-Meisterschaften, die im Rahmen der „Finals“ in Hannover ausgetragen werden.

Pauline Schäfer-Betz bei ihrem Comeback in Hannover
Pauline Schäfer-Betz bei ihrem Comeback in HannoverPauline Schäfer-Betz bei ihrem Comeback in Hannover© picture-alliance/Eibner-Pressefoto/SID/Eibner-Pressefoto/ Hoepner

Turn-Comeback: Pauline vor Rekord

Wegen diverser Verletzungen hatte die frühere Mannschafts-Europameisterin zuletzt vor knapp drei Jahren einen kompletten Vierkampf absolviert. Sollte die Saarländerin ihr Vorhaben umsetzen können, wäre sie die erste deutsche Turnerin, der dieses Kunststück gelingt. Die deutsche Rekordmeisterin Elisabeth Seitz hatte ihren vierten Olympiastart 2024 in Paris knapp verpasst, im vergangenen Jahr erklärte sie wegen einer Schwangerschaft ihren Rücktritt.

Frauen-Bundestrainer Gerben Wiersma nahm die Ankündigung seiner dienstältesten Turnerin wohlwollend zur Kenntnis. „Wir können eine so routinierte Athletin wie Pauline natürlich immer sehr gut gebrauchen“, erklärte der Niederländer.

Schäfer-Betz peilt EM an

Das internationale Comeback von Schäfer-Betz, die sich bei den nationalen Titelkämpfen in Hannover nicht nur am Schwebebalken, sondern auch am Stufenbarren für die Medaillenentscheidung qualifizierte, soll bei den Europameisterschaften der Frauen vom 12. bis 16. August in Zagreb stattfinden.

Der diesjährige Saisonhöhepunkt sind die Welttitelkämpfe vom 17. bis 25. Oktober in Rotterdam. In der niederländischen Hafenmetropole werden bereits die ersten Olympiatickets für Los Angeles 2028 vergeben.