Ex-Rekordsieger Lance Armstrong, dessen Titel wegen systematischen Dopings allesamt aberkannt wurden, hat scherzhaft auf alte Gerüchte reagiert, wonach er während seiner Karriere angeblich einen versteckten Motor beziehungsweise eine Batterie in seinem Rad genutzt haben soll.

In seinem Podcast „The Move“ kam das Thema auf, dass das US-Nachrichtenmagazin 60 Minutes einst darüber spekuliert habe, Armstrongs ständiges Zurechtrücken seiner Radhose am Sattel sei in Wahrheit der Schalter gewesen, mit dem er einen versteckten Motor aktivierte.

Lance Armstrong verlor seine sieben Tour-Titel später wegen Dopings
Lance Armstrong verlor seine sieben Tour-Titel später wegen DopingsLance Armstrong verlor seine sieben Tour-Titel später wegen Dopings© IMAGO/ABACAPRESS

„Laut 60 Minutes musstest du 1999 schon das Batterie-Management beherrschen, richtig?“, scherzte Podcast-Partner Spencer Martin in der aktuellen Folge zur 19. Etappe der Tour de France.

Armstrong scherzt wegen Motor-Gerüchten

Armstrong entgegnete humorvoll: „Das stimmt! Und diese kleine Angewohnheit, die ich hatte, bei der ich immer nach meinem Sitzpolster gegriffen habe … das war der Ein- und Ausschalter.“

Mit einem Grinsen erklärte der US-Amerikaner dann, was eigentlich dahinter steckte: „Das kleine schmutzige Geheimnis ist tatsächlich, dass ich immer nur versucht habe, meinen Hintern, das Sitzpolster und meinen Sattel auf eine Linie zu bringen.“

Der 54-Jährige führte aus: „Denn wenn die nicht genau ausgerichtet waren, hat es sich einfach nicht richtig angefühlt. Aber ich schweife ab …“

Armstrong-Tick erinnert an Tennis-Star Nadal

Sein früherer Teamkollege und Helfer George Hincapie hakte daraufhin nach: „Warum sind die denn eigentlich ständig verrutscht? Das war doch wie so ein Nadal-Tick. Ich glaube, du hast das einfach schon immer gemacht.“

Damit spielte Hincapie auf die Routinen des ehemaligen Tennis-Superstars Rafael Nadal an, der unter anderem seine Trinkflaschen immer millimetergenau und in einer bestimmten Richtung vor sich platzierte.

Darauf wollte Armstrong aber nicht näher eingehen. „Wie auch immer“, meinte er nur schließlich und widmete sich wieder den ernsthafteren Themen der Podcast-Episode.