Der Krieg von Russland gegen die Ukraine hat im Sport für zahlreiche Ausschlüsse von Sportlerinnen und Sportlern aus Russland und Belarus geführt.
Zuletzt entschieden die Organisatoren des Grand-Slam-Turniers Wimbledon, keine Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Russland und Belarus zuzulassen.
Deutliche Kritik daran kommt nun vom russischen Präsidenten Wladimir Putin, die er bei einem Sektempfang mit den Medaillengewinnern der Olympischen Spiele von Peking äußerte.
„Der Ausschluss der Athleten aus Russland und Belarus hat nicht nur die Grundprinzipien des Sports verletzt, sondern verstößt auch offen und zynisch gegen die Grundrechte, welche die Vereinten Nationen in ihrer Menschenrechtscharta 1948 festgehalten haben“, erklärte er.
Putin will eigene Sport-Wettkämpfe
Um den Profis aus seinem Land dennoch Wettkämpfe zu ermöglichen, will der Kremlchef eigene Wettbewerbe organisieren. Auf einer Sitzung mit Sportfunktionären forderte er sie auf, eigene Spiele zu entwickeln und auch Athletinnen und Athleten aus anderen Nationen dafür zu gewinnen.
Bei dem Treffen mit den Olympioniken machte er aber auch deutlich, dass er mit dem Abschneiden bei den Olympischen Spielen in Peking nicht zufrieden war.
Die selbst gesteckten Ziele seien nicht erreicht worden, sagte er. Statt Platz drei im Medaillenspiegel landete Russland mit lediglich sechs Goldmedaillen nur auf Rang neun. (DATEN: Medaillenspiegel der Olympischen Winterspielen)