Die AC Florenz hat sich am Freitagabend von Paolo Vanoli verabschiedet. Der Trainer hatte den Job an der Seitenlinie im vergangenen November übernommen und den Serie-A-Klub um Ex-Nationalspieler Robin Gosens vom letzten Tabellenplatz zum Klassenerhalt geführt.
„Die Eigentümer, die Vereinsführung und alle bei der Fiorentina möchten Herrn Paolo Vanoli und seinem gesamten Stab für die Professionalität, Leidenschaft und den Mut danken, mit dem sie die erste Mannschaft geführt haben“, hieß es in der Pressemitteilung.
Vanoli gelingt der Klassenerhalt
Der Klub würdigte Vanolis Verdienste: „Nur dank einer großartigen Arbeitsmoral und einem starken Zusammengehörigkeitsgefühl gelang es Vanoli, die Voraussetzungen für einen Neuanfang zu schaffen und die Saison noch zu wenden. In der höchsten italienischen Spielklasse war es noch keiner Mannschaft gelungen, nach einem solchen Start den Abstieg zu vermeiden oder den Klassenerhalt zu sichern, ohne auch nur eines der ersten fünfzehn Ligaspiele gewonnen zu haben.“
Der Verein beschrieb den Weg, den Vanoli auf sich nahm, als „kompliziert“ und „voller Tücken“, doch das Trainerteam hätte unermüdlich daran gearbeitet, „den Erhalt des Klubs in der Serie A zu sichern“.
Weltmeister von 2006 als Nachfolger?
Dennoch erhielt der Coach keinen Anschlussvertrag, weshalb sich ab sofort die Wege trennen werden: „Heute geht unsere gemeinsame Reise zu Ende, doch unsere Dankbarkeit für alles Erreichte und unser Respekt sowohl für den Menschen als auch für den Profi bleiben unverändert.“
Florenz‘ Präsident Giuseppe B. Commisso lobte den scheidenden Trainer aufgrund seiner guten Arbeit: „Sie haben den Glauben, die Einheit und den Zusammenhalt wiederhergestellt und Fiorentina unter Bedingungen, unter denen es noch keiner Mannschaft in der Geschichte der Serie A gelungen war, den Abstieg zu vermeiden, in den sicheren Bereich geführt. Paolo und seinem Stab gelten stets meine Dankbarkeit, mein Respekt und meine besten Wünsche für die Zukunft.“
Wer der neue Trainer von Gosens wird, ist noch nicht bekannt. In den italienischen Medien wird Fabio Grosso, der als Spieler mit Italien 2006 Weltmeister wurde und zuletzt US Sassuolo trainierte, gehandelt.