Nach langem Warten hat der FC Barcelona Karim Adeyemi als Neuzugang vorgestellt. Für den deutschen Nationalspieler zahlen die Katalanen eine Sockelablöse von 22 Millionen Euro an den BVB.

In der langen Historie des spanischen Meisters ist Adeyemi der zwölfte Deutsche, der das Trikot der Blaugrana trägt. Einige von ihnen prägten die Geschichte des stolzen Vereins maßgeblich mit. SPORT1 hat sie zusammengefasst.

Karim Adeyemi wechselt zum FC Barcelona
Karim Adeyemi wechselt zum FC BarcelonaKarim Adeyemi wechselt zum FC Barcelona© IMAGO/ZUMA Press Wire

Otto Maier (1899-1902)

Fan der ersten Stunde: Der gebürtige Heidenheimer Otto Karl Christian Maier Zeuner gehörte zur ersten Mannschaft des 1899 gegründeten FC Barcelona und ist damit fest mit der Gründungsgeschichte des fünfmaligen Champions-League-Siegers verbunden. Er wurde Barcas erster Mittelstürmer. Der heutige Präsident Joan Laporta schickte zum Bundesliga-Aufstieg 2023 sogar Glückwünsche an den 1. FC Heidenheim.

Eduard Schilling (1899)

Der Waffenschmied und Büchsenmacher aus Waldshut in Baden bestritt nur ein einziges Spiel für den FC Barcelona. Bei seinem Einsatz war er 47 Jahre alt und ist bis heute der älteste Spieler, den Barca je eingesetzt hat.

Udo Steinberg (1901-1910)

Es bleibt historisch: Der Stürmer aus Berlin schoss 1902 die ersten beiden Tore in einem „Clásico“ zwischen dem FCB und Real Madrid (3:1) und hat seinen Eintrag in den Geschichtsbüchern des spanischen Fußballs seitdem sicher. Er steuerte in 65 Spielen 60 Tore bei und wurde ab 1902 auch Leiter der 1. Fußballschule des Klubs.

Julius Müller (1908-1910)

Müller wurde 1864 in Dresden geboren und agierte als Mittelfeldspieler. Er wurde dafür bekannt, in der Saison 1908/09 im Alter von 44 Jahren ein Dutzend Spiele für Barca gemacht zu haben.

Walter Rositzky (1911-1913)

Zwei Jahre schnürte der Mittelfeldspieler seine Schuhe für Barca, ehe er 1913 als erster Deutscher und als fünfter Spieler in der Geschichte zum ewigen Rivalen Real Madrid überlief.

Emil Walter (1923-1933)

In die Zeit des Rechtsverteidigers aus Pforzheim fiel auch der erste Meistertitel der 1929 gegründeten Primera División. Er bestritt insgesamt 242 Spiele für Barca und wurde in den Jahren 1925, 1926 und 1928 Pokalsieger. Am Ende seiner Zeit in Katalonien lief er als Barca-Kapitän auf.

Bernd Schuster (1980-1988)

„Der blonde Engel“ verbrachte die erfolgreichste Zeit seiner Karriere im Ausland, beginnend mit seinem Wechsel aus Köln zur Blaugrana im Jahr 1980. 241 Pflichtspiele machte der Europameister von 1980 für den FCB. Anschließend wechselte auch er zu Real Madrid. Für die Königlichen stand er später auch als Trainer an der Seitenlinie. Mit Barcelona gewann Schuster 1982 den Europapokal der Landesmeister und 1985 die Spanische Meisterschaft.

Robert Enke (2002-2004)

Er war der erste Torwart in dieser illustren Liste. Nach guten Jahren in Lissabon heuerte der Keeper 2002 an der Mittelmeerküste an, konnte sich aber nie durchsetzen. Nach vier Einsätzen und Leihen zu Fenerbahce und Teneriffa wechselte er 2004 schließlich in die niedersächsische Landeshauptstadt zu Hannover 96, wo er sich später zum Nationaltorwart entwickeln sollte.

Marc-André ter Stegen (2014-)

Sportlich prägte er den FCB wie wenige andere aus dieser Liste. Als junger Torwart machte ter Stegen zunächst in Mönchengladbach auf sich aufmerksam, ehe Barca 2014 beim 22-Jährigen zuschlug. Nach schwierigen Anfangsjahren reifte er in den Folgejahren zur Weltklasse. 2023 wurde er als bester Spieler der La Liga ausgezeichnet und trug später auch die Kapitänsbinde der Katalanen. Nach mehreren Verletzungen verlor er seinen Status allerdings und wurde zuletzt an den FC Girona verliehen. Nun steht ein endgültiger Abgang bevor.

Kevin-Prince Boateng (2019)

Dieser Wechsel kam 2019 ein wenig aus dem Nichts. Im Wintertransferfenster lieh Barca den Deutsch-Ghanaer von Sassuolo aus. Eine „einmalige Chance“, erklärte Boateng damals. Nach fünf Monaten und vier Spielen endete das Abenteuer aber genauso schnell wieder, wie es damals begonnen hatte. Ein Tor gelang ihm in dieser Zeit nicht.

Ilkay Gündogan (2023-2024)

Sein Intermezzo steht im Nachhinein fast sinnbildlich für die aktuellen Probleme des FC Barcelona. Als Triple-Sieger und Kapitän reiste Gündogan reich geschmückt zu den Katalanen und konnte diese Erwartungen weitestgehend auch in La Liga bestätigen. Aufgrund massiver Finanzprobleme ließ man den einstigen DFB-Kapitän ablösefrei zurück nach Manchester ziehen, um die strengen Gehaltsregularien der spanischen Liga zu erfüllen.

Karim Adeyemi (2026-)

Diesen Wechsel hatten vermutlich nicht viele kommen sehen, und wohl erst recht nicht die BVB-Fans. Nach durchaus wechselhaften Jahren in Schwarz-Gelb beginnt der WM-Fahrer von 2022 in Spanien ein neues Kapitel. Zurück also zu seinem einstigen Förderer Hansi Flick, der ihm 2021 zum DFB-Debüt verhalf.

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