Schützenhilfe brauchte der VfL Gummersbach, um noch in die Champions League zu kommen. Die gab es aber nicht. Kiel begrub die Hoffnung der Nordrhein-Westfalen, noch in die Champions League zu rutschen, endgültig, weil das Team aus dem hohen Norden am Sonntagnachmittag das deutsch-deutsche Finale in der EHF European League perfekt machte.

In der Handball-Bundesliga reicht der dritte Platz für die Teilnahme an der Champions League – unter einer Bedingung. Kommt der Gewinner der European League aus Deutschland, qualifiziert der 3. Platz nicht für die Handball Champions League. Und da im EHF-Finale mit MT Melsungen und THW Kiel zwei deutsche Teams den Titel unter sich ausmachen (Sonntag, 18 Uhr, live im SPORT1-Ticker), sind die CL-Träume der Gummersbacher bereits vor Saisonschluss begraben worden.

Teitur Einarsson, Spieler des VfL Gummersbach, muss eine bittere Nachricht verkraften
Teitur Einarsson, Spieler des VfL Gummersbach, muss eine bittere Nachricht verkraftenTeitur Einarsson, Spieler des VfL Gummersbach, muss eine bittere Nachricht verkraften© IMAGO/Beautiful Sports

Grund dafür ist schlussendlich der Sieg der Kieler im Krimi gegen Montpellier (29:28). Der machte das deutsche Finale bereits perfekt.

Deutsche Teams dominieren die EHF

Getreu dem Motto „Täglich grüßt das Murmeltier“ sind die deutschen Teams in der EHF auch in dieser Saison wieder das Maß aller Dinge. Beim Final Four der European League kamen die gleichen Halbfinalduelle wie im vergangenen Jahr zustande. MT Melsungen folgt Kiel dank eines souveränen, aber überraschenden Sieges über Flensburg (37:30) ins Finale.

Der VfL Gummersbach blickt derweil in die Röhre. Zwei Spieltage vor Schluss ist der zweite Platz, der nun zur CL-Qualifikation nötig ist, nicht mehr zu erreichen. Daran änderte der Sieg beim Comeback von Julian Köster nichts mehr.

Der Nationalspieler konnte nach seiner Leistenverletzung wieder mitwirken und steuerte kurz vor seinem Abschied in Gummersbach zwei Treffer zum deutlichen 32:22-Sieg gegen GWD Minden bei.