Drama pur in Dänemark!
Vor dem letzten Spieltag in der Handball-Liga mussten noch vier Teams um den Klassenverbleib bangen. Zu ihnen zählten mit dem Rekordmeister KIF Kolding und TTH Holstebro, die seit ihrer Gründung 2000 durchgängig in der ersten Liga spielen, auch zwei namhafte Teams.
So gab es vor den entscheidenden Spielen gleich acht verschiedene Szenarios, wer am Ende den schweren Gang in die zweite Liga antreten muss. Das Finale war dabei dann aber noch spannender als erwartet.
Abstiegsentscheidung fällt sechs Sekunden vor Schluss
Besonders KIF stand unter Druck, denn als 14. hatten sie zwei Punkte Rückstand auf die Relegationsplätze. Dabei empfingen sie Holstebro zum Abstiegs-Krimi.
Die Partie zwischen den beiden Liga-Dinos, die vom nationalen Fernsehen TV2 übertragen wurde, hielt dabei alle Versprechen. Keine der Mannschaften konnte sich wirklich absetzen und so wurde es immer dramatischer, desto weniger Spielzeit verblieb.
Kolding bekam 44 Sekunden vor Schluss in heimischer Halle beim Stand von 28:28 nochmal in Ballbesitz. Nach einer zwischenzeitlichen Auszeit suchte Jens Svane Peschardt acht Sekunden vor Schluss die Entscheidung. TTH-Keeper Josip Cavar konnte mit einer starken Parade den Wurf aber ins Seitenaus klären.
Den Gastgebern lief die Zeit weg, doch Peter Balling behielt kühlen Kopf und traf per Sprungwurf aus neun Metern ins gegnerische Tor – sehr zur Freude der bis auf den letzten Platz gefüllten Halle.
KIF Kolding entgeht Abstieg knapp
Holstebro versuchte es nach dem Anwurf zwar nochmal mit einem direkten Versuch auf das KIF-Tor, doch er fand nicht das gewünschte Ziel. So mussten sie sich mit 28:29 geschlagen geben und sahen sich vermutlich schon in der zweiten Liga.
Doch der Blick auf das Spiel von TMS Ringsted, das den Tabellenführer GOG Gudme zu Gast hatte, zeigte, dass der Abstieg doch noch vermieden werden konnte.
Favorit GOG führte über weite Teile der Partie, doch Ringsted kam zum Schluss nochmal bedenklich nah. Eine halbe Minute vor Schluss verkürzten die Gastgeber den Rückstand auf zwei Tore. Der Anschlusstreffer zum 34:35 fiel aber erst sieben Sekunden vor dem Abpfiff – zu spät, um den benötigten Punkt doch noch zu holen.
So muss der Klub aus dem Westen Dänemarks trotz 19 erzielten Punkten, dem Höchstwert in der Vereinsgeschichte, absteigen. KIF und TTH haben hingegen nun in der Relegation die Möglichkeit, den Klassenerhalt perfekt zu machen.