Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe hat Pierluigi Collina, den Chef der FIFA-Schiedsrichterkommission, nach dessen Worten über das durch den VAR annullierte Deutschland-Tor in der Verlängerung gegen Paraguay kritisiert.
„Es bleibt von Collina ein plumper Versuch der Ablenkung“, erklärte Gräfe auf X, nachdem der ehemalige ehemalige Weltklasse-Schiedsrichter Collina die Aberkennung des vermeintlichen Treffers für korrekt bewertet hatte. Deutschland war in der Folge im Elfmeterschießen des WM-Sechzehntelfinals rausgeflogen.
„Die WM läuft nicht und dass Collina sich nach außen vor die Schiedsrichter stellt, ist ein normaler Vorgang, aber nach innen muss es ein klarer Fehler bleiben und darf sich nicht auch noch wiederholen“, bemängelte der ehemalige Schiedsrichter.
WM 2026: Gräfe schimpft nach aberkanntem Deutschland-Tor
Dass Waldemar Antons Zweikampf mit Paraguays Torhüter Orlando Gill im Vorfeld von Jonathan Tahs Treffer als Foul gewertet wurde, sei für Gräfe unverständlich. „Erst recht unter dem Aspekt, dass Goretzka viel klarer gehalten und unterschiedlich agiert wurde, war das auf dem Niveau inakzeptabel“, machte der 52-Jährige klar.
„Der VAR hat ein strukturelles Problem“, fasste Gräfe zusammen und kritisierte die Ansetzung von Videoschiedsrichterin Tatiana Guzman aus Nicaragua, weil sie noch nie eine internationale Partie der Männer geleitet habe. Das Zurücknehmen des vermeintlichen Treffers zum 2:1 bleibt für Gräfe deswegen „ein Skandal“.