Andreas Rettig hat Einblicke in die Trennung des Deutschen Fußball Bundes von Julian Nagelsmann gegeben. Der Sport-Geschäftsführer enthüllte, wie sich der Rücktritt des bisherigen Bundestrainers abgespielt hat.

„Julian hat uns gestern seinen Rücktritt angeboten und wir halten die Entscheidung für richtig“, erklärte Rettig bei RTL/ntv zunächst, ehe er zu einem dicken Lob für Nagelsmann ansetzte.

Julian Nagelsmann hat sich dem DFB gegenüber "fair verhalten"
Julian Nagelsmann hat sich dem DFB gegenüber „fair verhalten“Julian Nagelsmann hat sich dem DFB gegenüber „fair verhalten“© IMAGO/Justus Stegemann

„Ich möchte mich bei ihm bedanken und muss auch sagen, dass er sich ausgesprochen fair und loyal dem Arbeitgeber gegenüber verhalten hat, fair entgegengekommen ist bei der Vertragsauflösung“, befand der DFB-Funktionär.

DFB-Boss erleichtert: „Danke, Julian Nagelsmann!“

Nagelsmann selbst hatte in einer offiziellen Mitteilung des Verbandes zuvor erklärt, dass bei ihm einige Tage nach dem WM-Aus ein Sinneswandel eingesetzt habe. Kurz nach dem Abschied aus dem Turnier hatte er noch seinen Wunsch von einem Verbleib zum Ausdruck gebracht.

Wie SPORT1 berichtete, ging es beim Nagelsmann-Aus auch um viel Geld, der Ex-Bundestrainer soll ein Jahresgehalt von rund sieben Millionen Euro bezogen haben. Eine Summe in dieser Größenordnung soll dem Coach nun als Abfindung zustehen.

Da sein Vertrag noch bis 2028 gültig war, standen ihm eigentlich noch bis zu 14 Millionen Euro zu. Entsprechend erleichtert zeigte sich Rettig über die nun gefundene Lösung.

„Das möchte ich hier wirklich lobend erwähnen, ebenso wie seine Co-Trainer, wir können nur sagen: Danke, Julian Nagelsmann!“, sagte der Geschäftsführer, der seinen eigenen am Jahresende auslaufenden Vertrag beim DFB nicht mehr verlängern wird.

„Ich habe bereits vor der WM mit Bernd Neundorf vereinbart und ihn gebeten zu akzeptieren, dass ich meinen Vertrag nicht mehr verlängern werde. Das war also selbstbestimmt und vor der Weltmeisterschaft. Die Ergebnisse hatten keinerlei Auswirkungen“, sagte Rettig dazu noch. Es sei nun an der Zeit, die Weichen für die Zukunft zu stellen.