Österreich feiert sein erfolgreiches WM-Comeback nach 28 Jahren – und keiner sieht’s! Ganz so drastisch war die Lage nun nicht, als die ÖFB-Elf mit dem 3:1 gegen Jordanien ins Turnier startete, die Übertragung sorgte dennoch für Ärger bei den Fans.
Im online abrufbaren Livestream des ORF kam es während der zweiten Halbzeit wiederholt zu Ausfällen. Viele Fans sahen statt des vermeintlichen 2:1 durch Marko Arnautovic und des späteren Eigentores zur tatsächlichen österreichischen Führung nur einen schwarzen Bildschirm.
WM: Schwarzer Bildschirm für Österreich-Fans
Der ORF selbst bestätigte die Probleme und lieferte via Instagram auch prompt eine Erklärung: „Mit Beginn der zweiten Hälfte kam es bei der APA zu einem Ausfall der Infrastruktur. An der Behebung wurde mit Hochdruck gearbeitet, die enorme Menge der Anfragen machte eine ad-hoc-Behebung entsprechend schwerer.“
Weiter hieß es: „Betroffen waren ORF ON und der Zugang zu den Livestreams. ZuseherInnen, die sich im Stream befanden, konnten weiterschauen. Wir bedauern den Vorfall und möchten uns dafür entschuldigen.“
Im linearen Fernsehen lief das Spiel ohne Zwischenfälle. Aufgrund der frühen Anstoßzeit (6 Uhr österreichischer Zeit) dürften viele Fans das Spiel allerdings etwa auf dem Weg zur Arbeit über den Stream verfolgt haben. Wie der österreichische Kurier berichtet, soll die Online-Übertragung teilweise Rekordwerte von 250.000 Aufrufen gehabt haben.
Neue Bestmarke für Rekordspieler Arnautovic
Grund zum Jubeln gab es schließlich dennoch. Der Erfolg gegen Jordanien war für Österreich der erste WM-Sieg seit 1990. In der anspruchsvollen Gruppe J sammelte die Mannschaft von Ralf Rangnick damit wichtige Punkte im Kampf um den Einzug in die K.o.-Phase, bevor mit Argentinien und Algerien noch schwerere Aufgaben warten.
Gegen ein mutiges Jordanien hatte der Bremer Romano Schmid die Österreicher zunächst sehenswert in Führung gebracht. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich hatte vor allem Marko Arnautovic Anteil am Erfolg. Der 37-Jährige avancierte dabei zum ältesten ÖFB-Spieler der WM-Geschichte und wurde beim 3:1 auch direkt noch der älteste Torschütze. Mit 134 Einsätzen ist der frühere Bremer ohnehin schon Rekordspieler seiner Nation.