Die WM-Generalprobe hat sich Konrad Laimer sicher ganz anders vorgestellt. Der Star des FC Bayern sah im Testspiel gegen Tunesien (1:0) aufgrund eines Handspiels bereits in der 37. Minute die Rote Karte.

Nun besteht zumindest ein minimales Risiko, bei der WM den Auftakt gegen Jordanien am 17. Juni zu verpassen.

Konrad Laimer sah die Rote Karte
Konrad Laimer sah die Rote KarteKonrad Laimer sah die Rote Karte© IMAGO/Yigit Örme

Laimer fliegt bei WM-Generalprobe

Bei schweren Vergehen darf die FIFA die Sperre auch über Testspiele hinaus auf Wettbewerbe wie die WM übertragen. Festlegen wird das die Disziplinarkommission. Allerdings wird dieses Vorgehen vor allem bei groben Foulspielen oder einer Tätlichkeiten angewandt. Laimer unterband mit seinem Handspiel lediglich eine klare Torchance.

Laut ÖFB muss sich Laimer aber keine Sorgen machen, da es sich nicht um ein grobes Vergehen handelte. Der Profi selbst wusste es bis kurz nach Abpfiff gar nicht und rechnete mit einer Sperre. „Das habe ich im ersten Moment gar nicht gewusst. Ich dachte zuerst, wie blöd kann man sein. Mit einem blauen Auge davon gekommen trifft es ganz gut“, so Laimer bei ServusTV.

Er fügte an: „Regeltechnisch ist es eine Rote Karte – wahrscheinlich als letzter Mann. Ich hatte gehofft, dass der Schiedsrichter vielleicht ein bisschen Fingerspitzengefühl zeigt, dass er keine Rote geben muss. Wenn man nur auf die Regel schaut, dann ist es eine richtige Entscheidung.“

Laimer sieht Rot nach Handspiel

Einen Steckpass von Union-Routinier Rani Khedira auf Anis Ben Slimane fing der Bayern-Star kurz vor dem Strafraum mit dem Oberarm ab. Referee Jeremie Pingard zückte zunächst die Gelbe Karte. Dann griff jedoch der VAR ein und der Unparteiische entschied sich nach Ansicht der Bilder für Rot.

Laimer stiefelte vom Platz in Wien und zog sich das Trikot über den Kopf. Er hatte die Partie als Linksverteidiger begonnen und dabei ebenso wie seine Mitspieler nicht den besten Tag erwischt.

Für Österreich war es schon zuvor ein bitterer Abend. Beim Aufwärmen verletzte sich Christoph Baumgartner von RB Leipzig am Oberschenkel, wurde aus der Startelf gestrichen und stand gar nicht mehr im Kader. Immerhin: In der 63. Minute traf BVB-Profi Marcel Sabitzer zum 1:0, das bis zum Ende Bestand hatte.