Nationaltrainer Darren Bazeley will sich vor dem brisanten WM-Duell seiner Neuseeländer mit dem Iran nicht von den politischen Spannungen abseits des Platzes beeinflussen lassen.
„Ich bin ehrlich, wir haben es wie ein normales Spiel behandelt und wie alle anderen auch vorbereitet“, sagte der 53-Jährige vor der vielbeachteten Partie am Dienstag (3.00 Uhr MESZ im LIVETICKER) in Los Angeles.
„Wir bereiten uns auf jedes internationale Spiel gleich vor, nichts anderes haben wir nun auch getan“, erklärte Bazeley.
WM: Neuseeland will Fokus auf den Fußball legen
Für Neuseeland, das erstmals seit 2010 wieder an einer Endrunde teilnimmt, sei es ein wichtiges Spiel, „weil es ein WM-Spiel ist“, betonte der Coach. Man habe „lange dafür gekämpft“, wieder bei dem Turnier dabei zu sein. Man lege den Fokus auf den Fußball, sagte auch Kapitän Chris Wood.
Zwar verkündete US-Präsident Donald Trump den Abschluss eines Friedensabkommens mit dem Iran, dieser steht dennoch vor einer komplizierten WM. Angesichts des nun offenbar beendeten Krieges mit dem Hauptgastgeber USA hatte es lange Zweifel an der Teilnahme des dreimaligen Asienmeisters gegeben.
15 Delegationsmitgliedern wurde kein Visum erteilt. Zudem hatte das Teamquartier kurzfristig ins mexikanische Tijuana verlegt werden müssen.
Auf die Frage, ob er und sein Team den Vorteil nutzen könnten, dass im Stadion anwesende US-Fans womöglich eher Neuseeland anfeuern würden, antwortete Bazeley: „Wenn das Spiel einmal angefangen hat, nimmt man die Menge gar nicht mehr wirklich wahr und wen sie anfeuert erst recht nicht.“ Es werde „eine großartige Atmosphäre und wir freuen uns sehr darauf.“
Neben dem Iran treffen die Neuseeländer in der Gruppe G noch auf Belgien und Ägypten.