Infolge des Ebola-Ausbruchs in Zentralafrika haben mexikanische Fluggesellschaften rund zwei Wochen vor dem Start der Fußball-WM Einschränkungen für Reisende angekündigt. „Die Einreise nach Mexiko auf dem Luftweg ist für Reisende eingeschränkt, die sich in den letzten 21 Tagen in Uganda, der Demokratischen Republik Kongo oder im Südsudan aufgehalten haben“, erklärte die größte mexikanische Airline Aeromexico in den sozialen Medien.
Auch die beiden Billigairlines Viva und Volaris kündigten ähnliche Beschränkungen an. Sie gelten jeweils für 60 Tage. In Mexiko-Stadt findet am 11. Juni das WM-Eröffnungsspiel zwischen Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika statt, auch die DR Kongo nimmt an dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) teil und bestreitet ein Gruppenspiel in Mexiko. Zuletzt hatte die US-Regierung im Namen der drei Gastgeberländer angekündigt, für Reisende aus betroffenen Regionen in Zentralafrika weitere Schutzmaßnahmen ergreifen zu wollen. Details dazu blieben jedoch offen.
Der Ebola-Ausbruch war am 15. Mai in der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo erklärt worden. Auch Uganda ist betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zuletzt von 223 mutmaßlichen Ebola-Todesfällen seit Beginn des jüngsten Ausbruchs gesprochen; 17 Todesfälle seien bestätigt. Das tatsächliche Ausmaß des Ausbruchs dürfte nach Einschätzung der WHO allerdings größer sein.
Isolation für DR Kongo
Die Mannschaft der DR Kongo will ihr Quartier bei ihrer zweiten WM-Teilnahme nach 1974 (als Zaire) in der US-Metropole Houston aufschlagen. Wenn das Team in die USA einreisen wolle, müssten sich alle Mitglieder für drei Wochen in einer „Blase“ isolieren, sagte zuletzt der WM-Verantwortliche des Weißen Hauses, Andrew Giuliani.
In Houston trifft die kongolesische Mannschaft in Gruppe K am 17. Juni zunächst auf Portugal. Weitere Vorrundenspielorte für das Team sind das mexikanische Guadalajara (gegen Kolumbien) und Atlanta (Usbekistan).