Der frühere Weltklasse-Spieler Toni Kroos hat sich im Großen und Ganzen mit dem deutschen Kader einverstanden gezeigt, den Bundestrainer Julian Nagelsmann für die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nominiert hat. „Das ist in Ordnung, da kann man sich wenig anmaßen, etwas besser zu wissen”, sagte der 36-Jährige im Podcast „Einfach mal Luppen“.

Ein Name, der ihm in der Liste fehlt, wäre zwar Yann Aurel Bisseck von Inter Mailand. Allerdings schob Kroos gleich hinterher: „Ich weiß nicht, ob das am Ende das entscheidende Puzzleteil ist, ob wir erfolgreich sind oder nicht.“ Vor Kurzem hatte sich der Ex-Profi noch für den jungen Abwehrspieler starkgemacht.

Toni Kroos reagiert auf Deutschlands WM-Kader
Toni Kroos reagiert auf Deutschlands WM-KaderToni Kroos reagiert auf Deutschlands WM-Kader© IMAGO/ZUMA Press Wire

„Er ist mir letztes Jahr schon aufgefallen. Er ist ein sehr guter Innenverteidiger, der vor allem etwas ausstrahlt. Gegen den will man nicht spielen oder nicht unbedingt in den Zweikampf“, sagte Kroos in der letzten Ausgabe seines Podcasts und nannte Bissecks Ausstrahlung und Körpersprache als Vorteile. Die Berufung von Torhüter Manuel Neuer kann der Weltmeister von 2014 hingegen nachvollziehen.

Neuer? So reagiert Kroos

Auf die Frage, ob Kroos genauso entschieden hätte, antwortete er mit einem klaren „Ja” und fügte hinzu: „Vielleicht hätte man es zwei, drei Tage früher klären sollen. Aber sportlich gesehen ist es richtig, mit den Besten zur WM zu fahren und weniger auf Befindlichkeiten zu achten.“

Obwohl Neuer eigentlich schon 2024 aus dem DFB-Team zurückgetreten war, rissen die Diskussionen um ein Comeback über Wochen nicht ab. Nun vollzog Nagelsmann tatsächlich die Kehrtwende. Neuer soll bei der anstehenden Weltmeisterschaft die Nummer eins sein.