Deutschlands Auftaktgegner Curacao bleibt im WM-Jahr weiter ohne Sieg. Nach dem 0:2 gegen China verlor das Team von der Karibikinsel auch das zweite Spiel unter seinem neuen Nationaltrainer Fred Rutten.
In Melbourne musste sich Curacao mit 1:5 (0:1) gegen Australien geschlagen geben – maßgeblich daran beteiligt war ein ehemaliges Talent des FC Bayern: Nestory Irankunda glänzte mit einem Doppelpack und einer ungewöhnlichen Jubel-Show.
Der heutige Spieler des englischen Zweitligisten FC Watford sorgte für den vierten und fünften Treffer. Vor allem sein erstes Tor ließ die heimischen Fans jubeln. Irankunda ließ einen Gegenspieler an der Strafraumkante spielerisch leicht stehen und tunnelte den gegnerischen Torhüter – der Ball trudelte leicht abgefälscht quälend langsam und dennoch unerreichbar über die Linie.
Einstiges Bayern-Talent mit Michael-Jackson-Jubel
Mit einer beeindruckenden turnerischen Einlage feierte er zunächst vor der Kurve, ehe er sich in einer offensichtlich geplanten Aktion einen Handschuh zuwerfen ließ und in einer Hommage an Michael Jackson eine kurze Tanzeinlage hinlegte.
Zu den weiteren Toren: 75 Tage vor dem Duell mit der DFB-Elf konterte Arjany Martha (50.) die australische Führung durch Awer Mabil (23.) zum 1:1. Mit fortschreitender Spieldauer spielten die Gastgeber ihre technischen und physischen Vorteile aber immer besser aus. Alessandro Circati (67.), Jordan Bos (71.) und eben Irankunda (80./84.) sorgten binnen 17 Minuten für ein klares Endergebnis.
Irankunda war im Sommer 2024 zur zweiten Mannschaft des FC Bayern gewechselt, der Durchbruch ins Profiteam gelang ihm nicht. Ein Jahr später wechselte er für rund drei Millionen Euro nach Watford.
Advocaat-Erbe muss zweite Niederlage hinnehmen
Der frühere Schalke-Coach Rutten hatte bei Curacao erst im Februar den Posten von Dick Advocaat übernommen. Der 78 Jahre alte Niederländer war rund 100 Tage vor der Endrunde aus familiären Gründen zurückgetreten, nachdem er den Inselstaat als kleinstes Land der Geschichte zur WM geführt hatte.
Beim XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada trifft Curacao am 14. Juni auf die DFB-Auswahl. Die weiteren WM-Gegner in der Gruppe E sind die Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire) und Ecuador. Australien bekommt es in Gruppe D mit Co-Gastgeber USA, Paraguay sowie dem Gewinner des Playoff-Spiels zwischen dem Kosovo und der Türkei zu tun.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)