Deutschlands Handballer können im EM-Finale wieder auf Abwehrspezialist Tom Kiesler zurückgreifen. Der Profi des VfL Gummersbach steht laut der Bild-Zeitung nach seinem Magen-Darm-Infekt wieder im 16-köpfigen Spieltagskader für das Duell mit Weltmeister Dänemark. Bundestrainer Alfred Gislason streicht für das Endspiel am Sonntagabend (18.00 Uhr/ZDF) in Herning demnach erneut Kieslers Vereinskollegen Mathis Häseler sowie Linksaußen Rune Dahmke (THW Kiel) aus dem Aufgebot.
Kaderpuzzle: Gislason streicht erneut Kiesler, Häseler und Dahmke
Gislason hat 18 Spieler mit zur Europameisterschaft genommen und kann aus diesem Aufgebot für jedes Spiel maximal 16 Spieler nominieren. Kiesler hatte das letzte Hauptrundenspiel gegen Frankreich (38:34) und das Halbfinale gegen Kroatien (31:28) verpasst. Häseler setzte bereits im Halbfinale aus, 2016er-Europameister Dahmke muss zum vierten Mal im EM-Verlauf zusehen.
Vom Abwehrchef zum Patienten: Kieslers bitterer Rückschlag
Der 24-jährige Kiesler habe zwei Tage „nur im Bett gelegen“ und sei „völlig geschwächt“ gewesen, hatte Gislason am Samstag berichtet. Sein bislang letztes EM-Spiel bestritt Kiesler am vergangenen Montag bei der Hauptrundenniederlage gegen Dänemark (26:31). Bei diesem und den vorherigen Auftritten hatte der Turnierdebütant mit starken Leistungen in der Deckung überzeugt. Gislason bezeichnete Kiesler während der EM als „besten Abwehrspieler des Turniers“.
Deutschland greift gegen die Dänen nach seinem insgesamt dritten EM-Titel. Auch Olympiasieger Dänemark kann zum dritten Mal den europäischen Handball-Thron besteigen, die Weltmacht wartet seit 14 Jahren auf die Goldmedaille bei einer EM.