Bastian Schweinsteiger und Oliver Kahn haben Kritik an Jamal Musiala geäußert. Die beiden deutschen Legenden konnten das Verhalten des DFB-Stars beim WM-Aus gegen Paraguay überhaupt nicht nachvollziehen.
„Auch ich habe bei der WM deutsche Führungsspieler vermisst“, begann Schweinsteiger zunächst im Bild-Interview und verwies dabei auf Joshua Kimmich und Felix Nmecha als einzige positive Beispiele.
Schweinsteiger: Musiala? „So etwas habe ich lange vermisst“
Daraufhin leitete er zu Musiala über: „Ich finde es bezeichnend, dass die beste Szene von Musiala erst eine Grätsche im Sechzehntelfinale gegen Paraguay war. So etwas habe ich lange vermisst.“
Schweinsteiger meinte, dass Musiala zuvor zwölfmal in einem Spiel gefoult wurde, aber jedes Mal den Handschlag des Gegners angenommen habe. Komplett unverständlich für den Weltmeister von 2014.
Kahn vermisst die Führungsspieler
Aus diesem Grund stellte er Kahn eine rhetorische Frage: „Olli, ich frag dich: Hättest du deinem Gegner die Hand gegeben, nachdem er dich zum vierten Mal gefoult hat?“
Der ehemalige Weltklasse-Torwart antwortete lachend: „Die Frage hast du jetzt aber nicht ernst gemeint, oder?“ Gleichzeitig führte er weiter aus: „Das geht ja schon bei den Bundesliga-Klubs los. Wenn ich mir die deutschen Klubs anschaue, frage ich mich: Welche deutschen Spieler tragen dort eigentlich dauerhaft Verantwortung auf dem Platz?“
Schweinsteiger betonte abschließend: „Ob bei Bayern oder in der Nationalmannschaft wusste ich immer, wer meine Führungsspieler sind. Wenn du echte Führungsspieler hast, dann scheidest du nicht zweimal bei einer WM in der Gruppenphase und noch mal im Sechzehntelfinale aus.“