Rudi Völler hat nach dem enttäuschenden WM-Auftritt der deutschen Nationalmannschaft über einen Rücktritt als DFB-Sportdirektor nachgedacht. Das gab der 66-Jährige beim Internationalen Trainerkongress in Mainz preis: „Ich habe überlegt, ob es nach dieser WM noch Sinn macht, weiterzumachen und habe gewackelt. Ich war nah dran“, meinte Völler.

Er habe sich aber auch die Frage gestellt, „ob es wirklich Sinn ergibt, jetzt alles hinzuwerfen“.

Rudi Völler dachte über einen Rücktritt nach
Rudi Völler dachte über einen Rücktritt nachRudi Völler dachte über einen Rücktritt nach© IMAGO/DeFodi Images

Dass Völler seinen Posten letztlich doch nicht aufgab, hängt eng mit dem neuen Bundestrainer zusammen. Nach Gesprächen mit der Führungsspitze des Deutschen Fußball-Bundes und dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp entschied er sich, seinen Vertrag bis zur EM 2028 zu erfüllen.

Völler freut sich über Klopp-Wunsch

„Einer meiner großen Schwächen ist aber, dass ich nicht Nein sagen kann“, sagte Völler. „Wenn ein neuer Trainer kommt wie Jürgen mit einer enormen Vita, der sagt, du musst dabei bleiben, freut mich das.“

Der ehemalige Bundestrainer Julian Nagelsmann war nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay zurückgetreten. Völlers Zukunft galt zunächst als offen, letztlich entschied sich der 66-Jährige aber für einen Verbleib.

Über 2028 hinaus werde er seinen Vertrag aber „auf keinen Fall“ verlängern, betonte er.