Am Freitag soll Jürgen Klopp als neuer Trainer der deutschen Nationalmannschaft vorgestellt werden. Noch aber fehlt ein finaler Akt.

Denn die zuständigen DFB-Gremien müssen einer Anstellung Klopps noch zustimmen. Nach Informationen des SID soll dies am Freitagmorgen um 9 Uhr am DFB-Campus in Frankfurt am Main geschehen.

Die DFB-Gremien sollen wohl am Freitag um 9 Uhr zusammenkommen und über Jürgen Klopp als künftigen Bundestrainer entscheiden
Die DFB-Gremien sollen wohl am Freitag um 9 Uhr zusammenkommen und über Jürgen Klopp als künftigen Bundestrainer entscheidenDie DFB-Gremien sollen wohl am Freitag um 9 Uhr zusammenkommen und über Jürgen Klopp als künftigen Bundestrainer entscheiden© IMAGO/STEINSIEK.CH

Neuer Bundestrainer? Dann soll Klopp vor die Medien treten

Sollte alles nach Plan laufen, kann Klopp um 11 Uhr die vom Verband anberaumte Pressekonferenz antreten und seine „Regierungserklärung“ abgeben.

Als mächtigster Bundestrainer seit Franz Beckenbauer nimmt der ewige Potenzial-Maximierer voller Energie die Mammutaufgabe in Angriff, den tief gefallenen viermaligen Weltmeister wieder aufzurichten. An der Seite von Bernd Neuendorf und Hans-Joachim Watzke soll Klopp sein Soforthilfe-Programm auf dem langen Weg bis zur WM 2030 präsentieren.

„Jürgen liebt Deutschland“, sagte DFB-Vize Watzke, schon bevor sein Duz-Freund sein zackiges K und das leicht gekippte Doppel-P unter den Heilsbringer-Vertrag gesetzt hatte, „wir greifen ins höchste Regal.“

Klopp? Die „einzige und logische Wahl“

Klopps langjähriger Weggefährte Michael Zorc sekundierte: „Er ist die einzige und logische Wahl – und das Beste, was Fußball-Deutschland jetzt passieren kann.“

Der DFB erhofft sich von Klopp all das, was er von Julian Nagelsmann nicht mehr bekam: Strategische Wucht, eine klare taktische Linie und ein feines Gespür für die Kommunikation nach innen und außen.

„Er hat es seit vielen Jahren verdient, diesen Job zu bekommen. Die Erfolge sprechen für ihn“, sagte Sportdirektor Rudi Völler. Experte Lothar Matthäus verglich den neuen Messias sogar schon mit dem „Kaiser“ Beckenbauer: „Charisma, Authentizität, Verlässlichkeit und eine klare Linie, menschlich wie fußballerisch – dafür stand Franz. Und dafür steht auch Jürgen Klopp.“ Der Dortmunder und Liverpooler Meistermacher sei „normal – und trotzdem ganz besonders“.

Klopp bringt Co-Trainer zum DFB mit

Der Nachfolger des zurückgetretenen Nagelsmann hat sogar schon skizziert, wie er seinen Erstretter-Job angehen wird: „Wir müssen eine Erwartungshaltung kreieren, mit der die Spieler umgehen können.“

Also runter vom hohen Vier-Sterne-Ross! „Zum Spiel gehört, dass man sich frei fühlt, dass man überperformen kann. Dass man nicht ständig das Gefühl hat: Wir sind nicht gut genug, wir machen es niemandem recht“, sagte Klopp.

Der Stab mit den Co-Trainern Peter Krawietz, Pepijn Lijnders und Sven Bender steht, die Finanzen mit einem kolportierten Jahresgehalt von etwas mehr als sieben Millionen Euro sind geregelt, Klopps Red-Bull-Vertrag als globaler Fußballchef ist gegen eine Spende von einer Million Euro an die Konzernstiftung aufgelöst.

Sein Debüt wird er am 24. September beim Auswärtsspiel gegen die Niederlande in der Nations League geben. Es wird der Nullpunkt des deutschen Fußballs, zwölf Jahre nach dem WM-Triumph von 2014.

Mit Informationen des Sport-Informationsdienstes (SID)