Lothar Matthäus hat sich im Interview mit der tz über die deutsche Nationalmannschaft geäußert und scheute dabei keine Kritik.
„Bis zur WM in Katar ist es noch ein weiter Weg und darum bin ich vorsichtig und sage noch nicht: Wow, das ist es!“, bewertete der Weltmeister von 1990 die Auftritte der DFB-Elf. (Nations League: Ungarn – Deutschland ab 20.45 Uhr im LIVETICKER)
Der Mannschaft fehle vielleicht tatsächlich eine klassische Neun, denn man müsse mehr Tore machen. Ein solcher Spielertyp täte der Flick-Auswahl gut, so der Ex-Rekordnationalspieler.
Ein DFB-Akteur hat es dem siebenmaligen Deutschen Meister trotzdem besonders angetan: „Musiala bringt enormes Potenzial mit, deswegen traue ich ihm eine ganz große Karriere zu“, geriet Matthäus ins Schwärmen. (Alle News und Hintergründe zur deutschen Nationalmannschaft)
Matthäus: Süle mehr gefährdet als Rüdiger
Das Bayern-Talent brauche allerdings mehr Einsatzzeiten, vor allem beim FC Bayern. Der Weltfußballer von 1991 stellte fest, dass Hansi Flick dem erst 19-jährigen Musiala etwas mehr vertraue, als das bei Julian Nagelsmann der Fall sei.
„Musiala ist für jeden deutschen Nationalspieler, der beim FC Bayern spielt, ein direkter Konkurrent, weil er so vielseitig einsetzbar ist“, erklärte Matthäus und fügte an: „Ich hoffe, dass seine Flexibilität nicht für ihn zum Nachteil wird.“
Dafür ist für Matthäus in der Innenverteidigung die Rollenverteilung klar: „Schlotterbeck ist aktuell mehr als nur ein Konkurrent für Antonio Rüdiger oder Niklas Süle. Wobei ich da aktuell Süle mehr gefährdet sehe als Rüdiger.“
Ginge es nach dem Leistungsprinzip, müsse im anstehenden Spiel gegen Ungarn auch der in höchsten Tönen gelobte Musiala von Beginn an spielen.