Ärger im Lager von Real Madrid!
Die Königlichen mussten sich am Dienstagabend im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals gegen Manchester City mit einem 1:1-Unentschieden zufriedengeben. Insbesondere der Ausgleichstreffer von Kevin de Bruyne in der 67. Minute sorgte für große Aufregung bei Real.
Der Grund: 22 Sekunden vor dem Tor zum 1:1 soll der Ball die Seitenlinie vollständig passiert haben, bevor Bernardo Silva ihn zu de Bruyne weiterleitete. Eine vom Sender beIn SPORTS veröffentlichte 3D-Analyse soll ebenfalls belegen, dass der Ball im Aus war.
Carlo Ancelotti war mit der Schiedsrichterleistung beim ersten Champions-League-Halbfinale zwischen Real und City nicht zufrieden.
Schiedsrichter Artur Dias hatte jedoch weiterlaufen lassen und offenbar auch keinen eindringlichen Hinweis des Videoassistenten erhalten, die Szene nochmals zu überprüfen.
Champions League: Ancelotti mit Schiedsrichter-Kritik
Sehr zum Ärger von Real-Trainer Carlo Ancelotti: Der sonst eher besonnene Coach ließ seinem Unmut an der Seitenlinie freien Lauf und sah sogar die Gelbe Karte.
Auch die sich in unmittelbarer Nähe befindenden Real-Profis Vinicius Junior und Eduardo Camavinga protestieren lautstark.
Nach dem Spiel präsentierte sich Ancelotti nicht weniger empört. Auch dem Real-Trainer war die Analyse des TV-Senders offenbar nicht entgangen.
„Der Ball war draußen. Das sage nicht ich, das sagt die Technologie“, echauffierte sich der 63-Jährige auf der Pressekonferenz. „Ich verstehe nicht, warum der VAR das nicht überprüft hat. Der Schiedsrichter hat heute Abend auf viele Dinge nicht geachtet.“
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Arsène Wenger, der mittlerweile FIFA-Direktor für globale Fußballentwicklung ist, hätte sich ebenfalls einen VAR-Eingriff gewünscht. „Normalerweise sollte der VAR prüfen, ob ein Tor regulär ist oder nicht“, stellte der langjährige Arsenal-Trainer bei beIN SPORTS klar.
Ball im Aus? „Kann nicht überprüft werden“
Wenger fuhr fort: „In einer solchen Situation müssen sie eingreifen, und sie sind nicht weit genug zurückgegangen, um zu prüfen, ob der Ball im Aus war oder nicht, oder sie waren nicht in der Lage zu prüfen, ob der Ball im Aus war oder nicht.“
Letztgenannte Möglichkeit hielt der 73-Jährige für wahrscheinlicher: „Im Moment glaube ich, dass wir an der Seitenlinie nicht überprüfen können, ob der Ball drin oder draußen ist, mit dem VAR. Aber wir haben jetzt einen Chip im Ball, und mit einem Chip im Ball könnte man das überprüfen.“
Die technische Voraussetzung für eine Überprüfung, ob ein Ball im Aus war, ist demnach eigentlich gegeben.